21.10.2014, 17:58 Uhr

Salzburgers Pioniere feiern ihren Traditionstag

Im Lehener Park steht das Denkmal für die Salzburger Pioniere.

Am Freitag luden die Soldaten des Pionierbataillons 2 im Lehener Park in Salzburg zum Traditionstag des Bataillons. Bei diesem Anlass wurden auch die 200 neuen Grundwehrdiener der Pioniere angelobt. Zahlreiche Traditionsverbände folgten der Einladung. "Die Aufrechterhaltung der Tradition bedeutet die Wahrung der Werte", betonte Oberstleutnant Günther Gann, Kommandant des Pionierbataillons.


Gute Zusammenarbeit

"Trotz Einschränkungen werden Sie, geschätzte Rekruten, eine spannende und interessante Zeit beim Pionierbataillon erleben, die durch neue Erfahrungen und vor allem Kameradschaft geprägt sein wird. Ich weiß, dass die Ausbilder des Pionierbataillons beste Arbeit leisten und der Wehrdienst als Pionier einen Mehrwert für jeden jungen Soldaten darstellt", so der Militärkommandant, Brigadier Heinz Hufler, bei seiner Ansprache.

Der Landtagsabgeordnete Josef Schöchl betonte die Wichtigkeit des Bundesheeres. "Ich beobachte die Pioniere immer genau, da ich selbst dort gedient habe. Mit ihrem Leitbild 'Innovation-Professionell-Effizient' treffen die Pioniere 100 Prozent ihre Tätigkeit", so Schöchl.

Ehemaliger Pionierübungsplatz

Die Gedenkfeier des Pionierbataillons im Lehener Park geht auf die Nutzung dieses Gebietes als Pionierübungsplatz zurück. 1899 wurde die damalige Lehener Kaserne eröffnet, heute befindet sich in diesem Gebäude das Christian-Doppler-Gymnasium. Damals gehörte zur Kaserne auch der Übungsplatz an der Salzach, der damals noch fernab der Wohngebiete der Stadt lag. Heute erinnert nur noch das Denkmal der Pioniere und Sappeure an diese Zeit, der Lehener Park ist mittlerweile ein Naherholungsraum im dichtbesiedelten Stadtteil Lehen.

Neue Arbeits- und Transportboote vorgestellt

Das Pionierbataillon 2 erhielt im März drei neue Arbeits- und Transportboote. Die Boote sind für den Mannschafts- und Gerätetransport sowie als schwimmende Arbeitsplattformen vorgesehen. Mit diesen Booten werden die Fähigkeiten der Pioniere beim Retten und Bergen von Personen im Zuge von Katastropheneinsätzen enorm gesteigert. Zwölf Soldaten mit Ausrüstung oder rund 1,8 Tonnen Ladung können transportiert werden.

Die neuen Boote sind 8,5 Meter lang, rund 2,5 Meter breit, haben einen Tiefgang von 0,5 Meter und ein Eigengewicht von 2,5 Tonnen. Die zweiköpfige Besatzung erreicht mit dem 260 PS starken Diesel-Motor eine Geschwindigkeit von rund 70 km/h. Neben einem Breitbandradar, GPS und Echolot zur Orientierung steht eine Kevlar-Bugklappe zur raschen Be- und Entladung zur Verfügung.
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