09.03.2017, 06:00 Uhr

Ein kleiner Ort mit eigenem Skigebiet

Bürgermeister Peter Bogensperger im Interview über Investitionen, Projekte und Leitbetriebe der Gemeinde an der Longa.

"Die nennenswerten Anschaffungen 2017 belaufen sich auf ca. 381.000 Euro."

WEISSPRIACH. Herr Bürgermeister, auf welches Leuchtturmprojekt in der Gemeinde Weißpriach sind Sie besonders stolz?
PETER BOGENSPERGER:
"Ein Leuchtturmprojekt, das voll im Leuchten ist: das Chaletdorf Fanningberg, das die Hochrader GmbH betreibt. Es handelt sich dabei um 15 Chalets, was für Weißpriach 90 zusätzliche Gästebetten bedeutet, denn was die wenigsten vermuten: die Urlaubsdestination Fanningberg liegt zum größten Teil auf Weißpriacher Gemeindegebiet. In dieser Wintersaison ist das Chaletdorf Fannigberg erstmals in Betrieb; bereits im Dezember hatten wir um rund 1.000 Nächtigungen (1.811 auf 2.771) verglichen mit Dezember 2015 mehr, im Jänner gab es schon ein Plus von rund 2.000 Nächtigungen (3.545 auf 5.686). Weißpriach ist also auf dem Weg zur Tourismus-A-Gemeinde. Das macht mich stolz."

Welche außerordentlichen Investitionen wird es heuer von Seiten der Gemeinde aus geben?
BOGENSPERGER:
"Die nennenswerten Anschaffungen 2017 belaufen sich auf ca. 381.000 Euro. 40.000 Euro fließen 2017 in die Sanierung des Kindergartens und der Schule – beides wird barrierefrei; 25.000 Euro investieren wir in die Straßenerhaltung; um 80.000 Euro werden wir den Bauhof erweitern, wo wir eine Remise bauen wollen; 25.000 Euro werden in einen neuen Radweg fließen, wobei es zur Teilumsetzung von Konzepten der FH Spittal kommen wird; um gut 100.000 Euro wurde ein Grundankauf zur Baulandsicherung im Ort getätigt; 20.000 Euro zur flächendeckenden Breitbandversorgung, was im Jahr 2015 im Bereich Sand und Fanningberg sowie 2016 in Teilen des Sonndörfls und in Schwaig bereits begonnen worden ist. Der Rest verläuft sich in diverse Investitionen wie etwa in die Setzung von Barrierefreiheits-Baumaßnahmen im Gemeindeamt, in EDV-Anschaffungen, in die Anschaffung eines Loipen-Gerätes, in Feuerwehr-Ausrüstung et cetera."

Weißpriach ist mit 310 Einwohnern eine kleine Gemeinde. Haben Sie trotzdem nennenswerte Leitbetriebe im Ort?
BOGENSPERGER:
"Selbstverständlich! In erster Linie die Sporthändler, Sportdienstleister sowie die zahlreichen Tourismus- und Gastronomiebetriebe am Fanningberg; dann die Tischlerei Pallfy; das Sägewerk Bogensperger; Brugger Beton Bohr- und Sägedienst; Lisl's Brotstube; die zwei Gasthäuser Dicktlerhütte und LongaStubn, welche beide ganzjährig geöffnet haben. Weißpriach hat wirtschaftlich einiges zu bieten."

Möchten Sie noch etwas anmerken?
BOGENSPERGER:
"Weißpriach ist klein, jedoch tut sich so einiges und die Entwicklung ist sicherlich positiv. Neben vielen Bautätigkeiten war auch die Geburtenrate im Jahr 2016 mit 10 Kindern sehr erfreulich – ein Bub und neun Mädchen. Wäre der Bürgermeister also noch einmal drei Jahre alt, dann wäre die Frauen-Auswahl bestimmt gut. (lacht)"
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