13.09.2017, 05:00 Uhr

Schule aus, aber das Haus bleibt belebt

Studierten beim Lokalaugenschein die Pläne: Herbert Eßl (Planungsbüro Bauvorsprung), Franz Bäckenberger (GF Hilfswerk), Bgm. Georg Gappmayer, Wolfgang Lackner (GF Planungsbüro Bauvorsprung).

Die ehemalige Sauerfelder Volksschule wird nach der Sanierung vielfältig genutzt.

TAMSWEG. Die Volksschule im Tamsweger Ortsteil Sauerfeld wurde Anfang Juli nach 140 Jahren ihres Bestehens wohl für immer geschlossen. Die Sauerfelder Kinder mussten am Montag also erstmals im Hauptort Tamsweg "einrücken". Allerdings – und dies dürfte die Wehmut vieler Sauerfelder schmälern – wird das Gebäude nach wie vor mit Leben erfüllt sein. Einer multifunktionalen Nutzung soll das Haus nämlich zugeführt werden.

Sanierung ist im Gange

Zurzeit wird das Objekt, das im Jahre 1968 gebaut worden ist, einer umfassenden Generalsanierung unterzogen. Unter der Aufsicht des Planungsbüros "Bauvorsprung" sind seit rund eineinhalb Monaten fast zur Gänze einheimische Firmen damit beschäftigt, der ehemaligen Schule den nötigen Schliff zu verleihen. So zum Beispiel wurden das Dach, die Fenster und Türen erneuert. Die Heizung wurde komplett vom fossilen Brennstoff Erdöl auf den erneuerbaren Rohstoff Pellets umgestellt. Außerdem wurde ein Zubau vorgenommen, wo die Feuerwehr Quartier beziehen wird. Darüber hinaus werden Maßnahmen getroffen, dass die Immobilie barrierefrei zugänglich gemacht wird. Die Bauarbeiten sollen im Dezember 2017 abgeschlossen werden. In Summe werden zirka 950.000 Euro investiert, wobei in etwa 150.000 Euro durch das Land Salzburg gefördert werden.

So wird das Haus genutzt

Die zuvor angesprochene Barrierefreiheit ist auch nötig, denn ein Mieter wird das Hilfswerk sein, das für 15 SeniorInnen Tagesbetreuung anbieten wird. Weiters wird eine Ärzte-Wohnung für sich in Ausbildung befindende SALK-Mediziner der Landesklinik Tamsweg eingerichtet. Im Haus vorgesehen ist auch eine Physiotherapie-Praxis, ein Raum für die Sauerfelder Jungschar sowie ein Vereinsraum. Die Turnhalle kann vielfältig genutzt werden – zum Beispiel für Lesungen, Seminare und Co. Außerdem wird der Löschzug Sauerfeld mit seiner Mannstärke von knapp 40 Personen samt Löschfahrzeug in die ehemalige Volksschule siedeln.

Kindergarten geht schon los

Und last but not least wird sich eine Gruppe von zirka zwei Dutzend Kindern im Sauerfelder Kindergarten, der Platz für zwei Gruppen bieten würde, austoben können. Da die Sanierung nun bereits so weit fortgeschritten ist, dass nur noch Innenausbauarbeiten vorgenommen werden müssen, konnte der Kiga-Betrieb bereits mit Schulbeginn starten; die Kiga-Räumlichkeiten sind nämlich schon zur Gänze fertiggestellt. Und noch eine Information zum Schluss: In Sauerfeld haben 440 Menschen ihren Hauptwohnsitz.
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