14.03.2017, 16:29 Uhr

Benno Moser fordert höheres Durchschnittseinkommen für Pongauer und Lungauer

ÖGB-Landesgeschäftsführerin Heidi Hirschbichler gratulierte dem neu gewählten Regionalvorsitzenden Benno Moser (Mitte) und seinen Stellvertretern Maria Ammerer (l.) und Bernhard Kendlbacher zur erfolgreichen Wahl. (Foto: ÖGB Salzburg, Schulz)

ÖGB Pongau-Lungau wählt Liebherr-Betriebsratsvorsitzenden zum Regionalvorsitzenden.

Die Wahl des ÖGB-Regionalpräsidiums Pongau-Lungau stand im Mittelpunkt der Regionalkonferenz in Schwarzach. Bei der Konferenz wurde der 34-jährige St. Johanner Benno Moser zum Regionalvorsitzenden gewählt. In seiner Arbeit wird der Betriebsratsvorsitzende der Firma Liebherr in den kommenden fünf Jahren von Maria Ammerer (Atomic), Rupert Gruber (LKH Tamsweg), Bernhard Kendlbacher (Arbeiterkammer, Bezirksstelle Tamsweg) und Christian Klingsbichl (Bundesheer) unterstützt.

Wirtschaftspolitische Impulse notwendig

Die Delegierten setzten sich unter anderem mit der wirtschaftlichen Entwicklung in der Region auseinander. Mit einem Beschäftigungsplus von 673 zusätzlichen Arbeitsplätzen von 2012 bis 2016 (Gesamt: 40.778) ist das Wachstum in der Region viel geringer ausgefallen, als im restlichen Bundesland. Während im Lungau im Vor-Krisen-Vergleich die Arbeitslosigkeit nur leicht gestiegen ist, sind im Pongau um 489 Personen mehr arbeitslos als 2008. Der ÖGB Pongau-Lungau fordert daher von der Landespolitik wirtschaftspolitische Impulse, um für ein Beschäftigungswachstum zu sorgen.

Arbeitsplätzen außerhalb des Tourismus

„Als Schlüssel zu mehr Beschäftigung sind Investitionen in Wirtschaft und Arbeitsmarkt seitens der öffentlichen Hand gefragt. Im Rahmen der Regionalpolitik muss auf einen Branchenmix geachtet werden, der zumindest versucht, Monostrukturen zu bremsen. Durch Schaffung von Arbeitsplätzen außerhalb des Tourismus würden auch Innergebirg die Einkommen steigen“, sagte der neue Regionalvorsitzende, Benno Moser.

Günstige Grundstücke

Moser forderte auch die konsequente Anwendung der bestehenden Raumordnungsinstrumente, um Immobilienspekulation einzudämmen und in weiterer Folge günstige Grundstückspreise für Wohn- und Betriebsgrundstücke zu erreichen. Dadurch ermöglichte Betriebsansiedlungen würden zusätzliche Vollzeitarbeitsplätze – vorzugsweise in der Produktion – schaffen. „Nur mit gut bezahlten Arbeitsplätzen in der Produktion wird es gelingen, dass die Durchschnittseinkommen im Pongau und Lungau endlich steigen. Die extrem niedrigen Einkommen von durchschnittlich 1.264 Euro (Pongau) bzw. 1.343 (Lungau) reichen vielfach nicht mehr zum Überleben“, stellte Moser klar.

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