01.10.2014, 10:57 Uhr

Gasteiner Heilstollen übernimmt das Gesundheitszentrum Bärenhof

BAD GASTEIN(rau). Das Gesundheitszentrum Bärenhof hat einen neuen Besitzer: Die Gasteiner Kur-, Reha- und Heilstollen Betriebsgesellschaft ,Gasteiner Heilstollen. Im Rahmen eines „share deal“ übernimmt sie das attraktive zur Johannesbad Unternehmensgruppe (Johannesbad) gehörende Haus bis spätestens November 2014. „Wir haben das Angebot des Gasteiner Heilstollens geprüft und dann verkauft, weil es unserer Strategie entgegenkommt. Wir betreiben ein aktives Portfolio Management“, begründet Dr. York Dhein, Vorstandsvorsitzender der Johannesbad Unternehmensgruppe, den Verkauf. Der Bärenhof ist die einzige medizinische Einrichtung der Gruppe in Österreich; es handelt sich dabei um ein Gesundheitszentrum mit einer Fachklinik für Morbus Bechterew. In Deutschland dagegen betreibt das Johannesbad neun Fachkliniken und Gesundheitszentren mit hohem Qualitätsstandard. Darüber hinaus zählen zum Johannesbad zwei Ausbildungszentren für medizinische Berufe sowie acht Hotels mit Gesundheitsprofil in Deutschland und Österreich. Der Verkauf setzt die strategische Ausrichtung des Familienunternehmens Johannesbad weiter fort, sich auf den deutschen Klinikmarkt zu fokussieren. Der Aufwand, der für ein einziges Haus in Österreich an Informationsarbeit und Netzwerkpflege mit Leistungsträgern anfalle, sei unverhältnismäßig hoch, erklärt der Vorstandsvorsitzende.
„Der Bärenhof ist ein gut ausgelastetes Gesundheitszentrum und unsere Mitarbeiter dort leisten eine herausragende Arbeit“, sagt Dr. York Dhein und fügt an: „Wir schätzen die qualitative Arbeit des Heilstollens und sind sicher, dass der Gasteiner Heilstollen das Haus in unserem Sinne fortführt. Die beiden Einrichtungen werden zusammen ein zukunftsfähiges Gesundheitszentrum im Gasteinertal bilden.“
Für die Hotelsparte der Johannesbad Unternehmensgruppe ist der österreichische Markt weiterhin sehr attraktiv, hier kam erst im letzten Jahr ein weiteres Gesundheitshotel in Bad Hofgastein dazu. Der Aufsichtsratsvorsitzende der Johannesbad Unternehmensgruppe, Dr. Johannes Zwick, befürwortet den Verkauf. „Die beiden Einrichtungen – Heilstollen und Bärenhof – gehören aus logischer Sicht zusammen. Schon von daher mussten sie irgendwann eins werden“, betont er und fügt an: „Und da der Heilstollen nicht zu kaufen war, sind wir vom Johannesbad jetzt diesen Weg mitgegangen.“ Seiner Meinung nach entsteht durch die Zusammenführung der beiden Einrichtungen eine Spezialklinik für Morbus Bechterew, die europaweit einmalig ist.
Das Johannesbad hat mit dem Gasteiner Heilstollen einen sogenannten „share deal“ vereinbart. Das heißt, der Heilstollen übernimmt den Bärenhof komplett mit allem, was dazu gehört: Dazu zählen vor allem Mitarbeiter, Verträge, Ausstattung und Kundendateien. Im ersten Schritt wird der Bärenhof von einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) in eine Personengesellschaft (GmbH & Co. KG) umgewandelt. Danach werden alle Anteile an der Gesellschaft an den neuen Eigentümer übertragen.
Foto: Konrad Rauscher
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