13.10.2017, 13:32 Uhr

Urbaner Raum wird regionaler und blütenreicher

Neugestaltung der Grünflächen der Landesberufsschule und des Berufsschulheims in Tamsweg. (Foto: Land Salzburg/Günter Jaritz)

Neugestaltung der Grünflächen der Landesberufsschule und des Berufsschulheims in Tamsweg.

TAMSWEG. Eine blütenreiche Magerwiese soll anstatt eines pflegeaufwendigen Parkrasens zukünftig die Grünflächen rund um die Landesberufsschule und das Berufsschulheim in Tamsweg bedecken. Den Beginn für diese Neugestaltung setzten kürzlich die Schülerinnen und Schüler der Klasse "1EHL" der Landesberufsschule Tamsweg mit der Einsaat regionalen Saatgutes. In einem zweiten Schritt sollen dann im Lungau vorkommende blühende Wiesenblumen wie der weiße Krokus gesät werden. Das gaben Bildungsreferent Landeshauptmann Wilfried Haslauer und die für Naturschutz zuständige Landesrätin Astrid Rösslerüber das Landes-Medienzentrum bekannt.

Soll Umwelt- und Lebensqualität steigern

"Die Umgestaltung der öffentlichen Grünflächen an der Landesberufsschule und am Berufsschulheim in Tamsweg stellen eine Steigerung der Umwelt- und Lebensqualität urbaner Räume dar. Nicht nur die Flora und Fauna wird in diesen Räumen aufgewertet, sondern insbesondere die Schülerinnen und Schüler werden dadurch für Biodiversität und Regionalität sensibilisiert. Dieses Projekt hat damit Vorbildcharakter für weitere Schulstandorte und öffentliche Grünflächen im Land Salzburg", betonten Haslauer und Rössler einhellig.

Nur regionales Saatgut

"Nicht eingesetzt wird dabei Saatgut nicht-regionaler Herkunft. Das würde den Grundsätzen des Gesamtprojekts widersprechen", sagte Günter Jaritz von der Abteilung Natur- und Umweltschutz, Gewerbe des Landes. Erreicht werden soll mit dieser Neugestaltung, dass Menschen auch in urbanen Räumen die Möglichkeit zur Naturbeobachtung bekommen und für Naturschutz sensibilisiert werden. Gleichzeitig soll die Anzahl an Pflanzenarten, die in kurzrasigen Grünflächen in der Regel gering ist, erhöht sowie Tieren gute Lebensbedingungen geboten werden.

Schüler werden eingebunden

Verbunden mit der naturnahen Neugestaltung der Grünflächen, die in zwei bis drei Jahren abgeschlossen sein soll, ist die Einbindung der Schülerinnen und Schüler der Landesberufsschule in die Rekultivierungsmaßnahmen. So fanden bereits Vorträge und Workshops statt, weitere sollen in der nächsten Zeit an der Schule stattfinden. Ebenso werden die Schülerinnen und Schüler die Anlage und die Entwicklung der neu angelegten Magerwiesen-Flächen mit Projektinformationen, Fotos und Projektberichten dokumentieren. (Quelle: LMZ).
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