Doku "Exploring Hans Hass"
Dokumentation gibt Einblicke in das Leben von Hans Hass

Der bekannte Taucher Hans Hass lebte von 1919 bis 2013.
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  • Der bekannte Taucher Hans Hass lebte von 1919 bis 2013.
  • Foto: Hass Institut
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Zu seinem 100. Geburtstag gibt die Doku "Exploring Hans Hass" Einblicke in das Leben des Tauchers.

WIEN. Hans Heinrich Julius Hass war ein österreichischer Zoologe und Meeresforscher. Doch vor allem bekannt ist er dafür, als einer der Ersten Filme unter Wasser gedreht zu haben.

In den 1950er-, 1960er- und 1970er-Jahren war er regelrecht ein Star. Mit Filmen wie "Abenteuer im Roten Meer" oder "Unternehmen Xarifa" eroberte er sogar Hollywood.

Filmrollen verschollen

Mit zunehmendem Alter zog sich Hans Hass mehr und mehr zurück. Es wurde immer stiller um den einst bekannten Taucher und Meeresentdecker. Kurz vor seinem Tod im Jahr 2013 ließ Hass sogar die meisten seiner Filmrollen vernichten – zumindest veranlasste er das. Wie es der Zufall so will, tauchten die verloren geglaubten Aufnahmen 2015 wieder auf.

Sie fielen dem Biologiestudenten Oliver Bruck in die Hände. Bruck entschied sich, gemeinsam mit dem Margaretner Kameramann Sebastian Postl, einen Film über Hans Hass' Wirken zu drehen. Entstanden ist daraus die Kinodokumentation "Exploring Hans Hass".

200 Filmdosen

"Am Anfang wussten wir selbst nicht so genau, wie die Doku am Ende aussehen soll. Es war ein langer, aber auch sehr spannender Weg", so die beiden.

Beginnend mit Oliver Brucks Erzählung, wie genau er zu den rund 200 Filmdosen kam und dem darauffolgenden Prozess, diese im Filmarchiv entschlüsseln und digitalisieren zu lassen, begibt sich die Dokumentation auf die Spuren von Hans Hass' Leben.

Drehorte in Wien

"Wir drehten an Orten, an denen es Hass auch tat, wie der Alten Donau, dem Naturhistorischen Museum oder auch im Sudan", erzählt Sebastian Postl, der für die Dreharbeiten sogar Tauchen lernte.

Auch versucht die Dokumentation einige noch offene Fragen zu klären. Wie etwa, warum Hans Hass wollte, dass das von Oliver Bruck gefundene Filmmaterial vernichtet wird? Oder: Wer lebt noch von der Crew, die auf den Expeditionen mit dabei war.

Wegbegleiter kommen zu Wort

Spannende Antworten darauf geben als Zeugen unter anderem Hans Hass’ Assistent und Kamera-Konstrukteur Kurt Schaefer, Kameramann Kurt Hirschel oder Hass' Tochter Meta.

Premiere am 16. Mai

Die Wien-Premiere von "Exploring Hans Hass" ist am 16. Mai um 20:30 Uhr im Metro Kinokulturhaus. Tickets kann man per E-Mail an reservierung@filmarchiv.at oder unter 01/512 18 03 reservieren.

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