NMS Gassergasse
Gewaltprävention für Margaretner Schüler

Klassenvorstand Sabrina Pichler (r.) und Revierinspektor Lukas Rösler (2. v. r.) mit einigen Schülern der 4B.
  • Klassenvorstand Sabrina Pichler (r.) und Revierinspektor Lukas Rösler (2. v. r.) mit einigen Schülern der 4B.
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An der NMS Gassergasse setzt sich eine Lehrerin für ein gewaltfreies Miteinander ihrer Schüler ein.

MARGARETEN. Vor acht Jahren ist Sabrina Pichler als Lehrerin an die Neuen Mittelschule (NMS) Gassergasse gekommen. Seit fünf Jahren ist sie auch Klassenvorstand. Die NMS ist eine sogenannte Brennpunktschule, der Anteil der Schüler mit Migrationshintergrund liegt derzeit bei 98 Prozent.

Vorfälle in der Freizeit

Pichlers Klasse ist "eine ganz liebe", wie sie sagt. Doch auch wenn es nur selten zu Vorfällen innerhalb der Schule kommt, berichten die Jugendlichen häufiger von Auseinandersetzungen in der Freizeit, etwa im Park.

Das wollte die 31-Jährige nicht akzeptieren und recherchierte über Gewaltprävention. Fündig geworden ist sie beim Präventionsprogramm "All Right – Alles was Recht ist", das vom Bundeskriminalamt für Schulen kostenlos zur Verfügung gestellt wird.

Prävention für alle

Die Workshops werden von eigens dafür geschulten Polizisten durchgeführt. Das Präventionsprogramm ist gefragt, im 5. Bezirk die Wartezeit sehr lange. Doch Sabrina Pichler und ihre vierte Klasse hatten Glück: Lukas Rösler ist Revierinspektor im 4. Bezirk und erklärte sich bereit, die Schule in Margareten zu unterstützen. 

Im Vorfeld werden die konkreten Inhalte und Ziele mit der Lehrkraft und der Schulleitung besprochen, anschließend findet ein Informationsabend mit den Eltern statt. "Es gab sehr gutes Feedback von den Eltern, alle haben sich für das Programm ausgesprochen", so Pichler, die selbst Mediationstrainerin ist.

Vorbeugen statt reagieren

"Gewalt in jeglicher Hinsicht gibt es leider viel zu oft. Es ist unsere Aufgabe als Lehrer, das Bestmögliche für die Kinder herauszuholen. Wir müssen sie dabei unterstützen, vernünftige, empathische und rechtsbewusste Erwachsene zu werden", begründet die Lehrerin.

Interaktiv statt Frontalunterricht

Die Workshops sind in vier Module gegliedert, darunter etwa die Themen Konfliktkultur und Zivilcourage. Die Unterrichtseinheiten werden dabei interaktiv gestaltet, die 15-jährigen Jugendlichen müssen aktiv mitarbeiten.

Die Kooperation mit der Polizei sei wichtig, um den Kinder auch die Angst vor den Einsatzkräften zu nehmen. "Anfangs war die Klasse sehr zurückhaltend", so Pichler, "doch Herr Rösler kommt sehr gut bei den Kindern an".

Positive Bilanz

"Ich finde gut, dass wir das machen und Spaß macht es auch", erzählt Meryam. Ihr Klassenkamerad Stefan teilt die Meinung: "Es ist sehr interessant und wir lernen wirklich viel".

Weitere Infos zum kostenlosen Präventionsprogramm gibt's auf www.bundeskriminalamt.at

Autor:

Barbara Schuster aus Wieden

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