Keller unter Wasser in der Hauslabgasse

Lokalaugenschein mit Mieter Ernst Krepelka (li.) und bz-Immo-Experte Peter Nemeth im "Wasserkeller" des Gemeindebaus.
  • Lokalaugenschein mit Mieter Ernst Krepelka (li.) und bz-Immo-Experte Peter Nemeth im "Wasserkeller" des Gemeindebaus.
  • hochgeladen von Maria-Theresia Klenner

MARGARETEN. "Eine Nachbarin hat sich schon Gummistiefel gekauft. Die braucht sie, wenn sie in den Keller will", so Ernst Krepelka, der mit seiner Frau Friederike bereits seit 35 Jahren in dem Gemeindebau in der Hauslabgasse 21, Stiege 5 wohnt. Grund dafür ist, dass der Keller immer wieder unter Wasser steht.

"Seit Mai haben wir das Problem, seit Mai rufe ich bei Wiener Wohnen an, getan hat sich noch nichts. Das Wasser steht mal höher, mal weniger hoch. Es können schon so fünf, sechs Zentimeter sein. Ich vermute, dass es mit der Pumpe vom Tiefbrunnen zu tun hat. Denn die ist seit Langem bereits außer Betrieb. Dabei sollte sie ja das Wasser abpumpen, das von den 'Sieben Brunnen' kommt, die hier unten durchfließen", so Krepelka. Wenn es im Keller nicht so ungemütlich wäre, könnte man Badeenten schwimmen lassen. Der Vorteil: Es gibt keine Ratten. "Die wären bereits ertrunken", so Krepelka.

Lokalaugenschein in Gummistiefel

Der Ansicht ist auch bz-Immo-Experte Peter Nemeth. Er hat sich die Lage vor Ort angesehen - vorsorglich in Gummistiefeln. "Das sagt einem die Logik, dass das die Pumpe ist. Die gehört unverzüglich repariert. Ich gehe davon aus, dass die Reperatur unter 1.000 Euro kostet. Nicht nur, dass der Keller unter Wasser steht, auch die Wände sind bereits nass. Für die Substanz ist das nicht gut. Außerdem steht auch der Stromzählerkasten hier. Der steht zwar auf einem Sockel und es sollte auch keine Gefahr davon ausgehen, wenn er nass werden würde, aber ungut ist das trotzdem", so Nemeth. Die Krepelkas hatten schon überlegt, einen Teil ihrer Miete aufgrund des Misstandes nicht zu zahlen. Doch: "Obwohl keine Miete extra für das Kellerabteil bezahlt wird, können dennoch die Mieter eine Mietreduktion durchführen", so Nemeth.

Pumpe wird erneuert

Wie der Zufall es so will, ist Wiener Wohnen aber schon an der Sache dran. "Ein Defekt der Sumpfpumpe wurde uns erstmals im Oktober des letzten Jahres von einem aufmerksamen Mieter gemeldet. Wiener Wohnen hat die Pumpe daraufhin durch ein Haustechnik-Unternehmen instand setzen lassen", so Wiener-Wohnen-Sprecher Markus Leitgeb. "Dass die Pumpe erneut kaputt ist, haben wir erst durch eine Meldung diesen September erfahren. Daraufhin haben wir einen Notdienst mit der Behebung beauftragt. Da eine Reparatur aus technischer Sicht nicht mehr möglich war, wurde unsererseits bereits eine neue Sumpfpumpe bestellt. Sie wird noch diese Woche angeschlossen und stellt damit sicher, dass der Keller der Stiege 5 in Zukunft auch bei Regen – denn da fand der Wassereintritt immer statt – trocken bleibt!", so Leitgeb. Sehr zur Freude von den Krepelkas, die überzeugt sind, dass der Anruf der Bezirkszeitung den Stein zumindest schneller ins Rollen gebracht hat.

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