Nachhaltigkeit
Margaretner Lederwaren von "Bisambär"

Nadine Kirchstetter und Lukas Beinstein mit dem bald erhältlichen "Artisan Backpacks" in den Größen "large" und "small".
  • Nadine Kirchstetter und Lukas Beinstein mit dem bald erhältlichen "Artisan Backpacks" in den Größen "large" und "small".
  • Foto: Bisambär
  • hochgeladen von Naz Kücüktekin

Umweltschonend, ohne Chemie und in Handarbeit: Das Label "Bisambär" setzt auf Nachhaltigkeit.

MARGARETEN. Lukas Beinstein und Nadine Kirchstetter sind nicht nur privat, sondern auch arbeitstechnisch ein gutes Team. Gemeinsam betreibt das Paar das Label "Bisambär – Leather Goods" in Margareten.

Gegen die Konsumgesellschaft

Hinter dem interessanten Namen, der laut Kirchstetter "aus einer Blödelei heraus entstanden ist", steckt ein Unternehmen, welches sich auf Lederprodukte, wie Laptoptaschen, Geldbörsen oder Gürtel spezialisiert hat.

Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein werden dabei großgeschrieben. Denn "Bisambär" steht mit seiner Philosophie gegen die Wegwerf- und Konsumgesellschaft.

Nachhaltig seit 2015

"Ich habe Mode studiert. Aber irgendwann hat mich das Schnelllebige dort einfach sehr gestört. Ich wollte etwas Nachhaltigeres machen", sagt Lukas Beinstein.

So wurde 2015 "Bisambär" ins Leben gerufen. Freundin Nadine Kirchstetter war von Anfang an dabei. "Das Thema Nachhaltigkeit und nicht so viel zu besitzen zieht sich einfach durch unser ganzes Leben", so die 28-Jährige Margaretnerin.

Ganz ohne Chemie

Da es ein Material ist, das sehr lange hält, haben sich die beiden für Leder entschieden. "Ledersachen hat man im besten Fall ein Leben lang", sagt Beinstein.

Bezogen wird das Leder aus traditionellen italienischen Gerbereien, die ausschließlich Häute von Tieren nehmen, die als Nebenprodukt in der Fleischproduktion anfallen.

Gegerbt wird dann auch nur mit pflanzlichen Mitteln. "Es ist mittlerweile eher üblich, dass man chemische Stoffe für das Gerben nimmt. Aber das ist nicht nur schlecht fürs Leder, sondern vergiftet auch das Abwasser", sagt Beinstein.

Produktion auf Bestellung

Nach dem Gerben kommt das Leder nach Wien und wird von Beinstein und Kirchstetter in Handarbeit schließlich zu den Accessoires weiterverarbeitet.

Bis ein "Bisambär"-Produkt entsteht, kann es deshalb auch schon mal ein paar Wochen dauern. Produziert wird daher nur auf Bestellung. "Wir wollen mit diesem Prinzip auch der Überproduktion entgehen", so Beinstein.

Online erhältlich

Verkauft werden die "Bisambär – Leather Goods" derzeit nur im eigenen Online-Shop. Verhandlungen für mehr Vertriebsstellen seien aber auch schon am Laufen, sagen Beinstein und Kirchstetter.

Auch mit einer Crowdfunding-Aktion kann man das Label und den bald erscheinenden Rucksack "Artisan" derzeit unterstützen. Der besticht durch funktionelles Design und soll vor allem für Laptops geeignet sein. Es gibt ihn in zwei Größen und Farben.

Zur Sache
Alle Infos zum Crowdfunding, zu den "Bisämbar"-Produkten und wie man diese bestellen kann, gibt's unter www.bisambaer.com

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