07.11.2016, 09:46 Uhr

Alles neu in altem Hartmannspital

Die Sanierung des Hartmannspitals ist so gut wie abgeschlossen.

Der Umbau des Hartmannspitals ist abgeschlossen. Es fehlt jedoch eine Haltezone für Angehörige.

MARGARETEN. Margareten ist um eine Baustelle ärmer: Das Hartmannspital in der Nikolsdorfer Gasse 32 ist nach zweijährigem Umbau nun fertig. "Wir sind sogar ein bisschen früher fertig geworden", so Michael Kowanz-Eichberger, der Kommunikationsleiter des Spitals.

Ebenfalls für Freude sorgte der reibungslose Umbau: Keine bösen Überraschungen ließen die veranschlagten Sanierungs- und Umbaukosten von 20 Millionen Euro in die Höhe schnellen. "Es lief alles nach Plan", so Kowanz-Eichberger.

Schwerpunkt Innere Medizin

Die Umbauarbeiten des Hartmannspitals, das am 1. Jänner 2017 mit dem Landstraßer Krankenhaus St. Elisabeth fusioniert und dann in Franziskus Spital umbenannt wird, waren äußerst umfangreich. Da mit der Fusionierung auch die Kompetenzen neu aufgeteilt werden, wurde das Margaretner Spital für Innere Medizin und Chirurgie fit gemacht.

Neben zwei neuen Operationssälen samt der neuesten Medizintechnik und einer neuen Sonderklassen-Station mit 16 Betten mit Wienblick, wurde auch die Fassade thermisch-energetisch saniert. Alles neu und modern, nur ein wichtiges Detail wurde nicht berücksichtigt: eine Parkmöglichkeit für Angehörige. Ein Zustand, der dem Bezirk nicht gefällt.

"Kiss and Ride"-Zone gefordert

"Wir haben bei der letzten Bezirksvertretungssitzung im September einen Antrag auf eine 'Kiss and Ride'-Zone vor dem Hartmannspital eingebracht", so Bezirksrat Alexander Maly von der ÖVP. "Unter einer 'Kiss and Ride'-Zone versteht man einen Bereich, wo man Patienten ein- und aussteigen lassen kann." Maly wünscht sich eine ausgedehnte Haltezone, in der 15 Minuten lang geparkt werden darf, um es Angehörigen zu ermöglichen, den Patienten zur Anmeldung zu begleiten oder die Tasche zum Empfang zu bringen.

"Nein, eine 'Kiss and Ride'-Zone wird momentan nicht angedacht", so Kowanz-Eichberger auf bz-Nachfrage. "Dafür gibt es eine Rettungszone, da viele unserer Patienten mit der Rettung gebracht werden." Auch die Möglichkeit, mit einem Taxi die Anreise ins Spital anzutreten, bestehe laut dem Sprecher des Hartmannspitals.
Für Maly ist das keine Alternative für Angehörige: "Unser Antrag wurde angenommen. Nun prüft die zuständige Magistratsabteilung für Verkehrsangelegenheiten." Ob das Magistrat den Antrag des Bezirks umsetzt, bleibt abzuwarten. Maly rechnet jedenfalls bereits in den nächsten Wochen mit einer Antwort.
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