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21.09.2011, 05:20 Uhr

Anwältin der „Unterschicht“

Traude Lehner mit Mindestsicherungsempfänger Michael vor dem Sozialamt im 5. Bezirk.

Traude Lehner kämpft für die Rechte von Mindesthilfe-Empfängern

Mit gerade mal 730 Euro muss ein Mindesthilfe-Empfänger durch das Monat kommen. Ein Leben auf Sparflamme – wie Michael S. sagt. Er lebt seit einem Jahr von der Mindestsicherung. „Ich hatte einen Job bei der Post, von dem ich gut leben konnte. Dann wurde ich gekündigt“, so Michael. Das AMS vermittelte ihn hauptsächlich an Zeitarbeit-Firmen, inzwischen hat er einige Jobs als Leiharbeiter hinter sich. Fix angestellt wurde er nirgends. Michael blieb nur der demütigende Gang zum Sozialamt.

Organisiert statt vereinzelt
„Seit der Einführung der Mindestsicherung vor etwas mehr als einem Jahr hat sich die Situation für viele verschlechtert“, sagt Traude Lehner. Die streitbare Aktivistin der KPÖ Margareten hat deshalb den Verein „MindestVerUnSicherung“ gegründet. Sie hilft Menschen, die aufgrund ihrer Lebensumstände auf die Mindestsicherung angewiesen sind, durch den Behördendschungel.
„Es kommt oft vor, dass Antragssteller monatelang warten müssen. Oftmals kennen sich die zuständigen Beamten nicht oder zu wenig aus. Oder die Antragsteller bekommen zu wenig Informationen“, sagt Lehner. Sie vermittelt auch bei Problemen. Infos: 0664/143 29 13,
mindestverunsicherung@gmx.net
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