04.04.2017, 14:24 Uhr

In Fredi’s Feuerhalle zum Durstlöschen

Das Lokal befindet sich in der Margaretenstraße 97.

Mit der Feuerhalle feiert eine Margaretner Beisl-Institution im April ihr 35-jähriges Bestehen.

MARGARETEN. Der Anfang des heute legendären Lokals in der Margaretenstraße 97 stand unter keinem guten Stern: Im Jahr 1982 wagte Alfred Stiegler den Schritt in die Selbstständigkeit und eröffnete in der Margaretenstraße 97 sein Beisl. Schon ein Jahr nach Eröffnung brannte das Lokal aus bis heute ungeklärten Gründen ab.
Doch Stiegler bewies Humor und eröffnete unter dem Namen "Fredi’s Feuerhalle" neu. So heißt das Lokal noch heute und erfreut sich größter Beliebtheit.

Loyale Stammgäste

Werner Prochazka ist ein langjähriger Stammgast. Er kennt das Erfolgsgeheimnis des Beisls: "Der Fredi hat schon frühmorgens aufgesperrt. Da haben sich die Frühaufsteher der MA 48 beim Frühstück mit jenen getroffen, die nach durchzechter Nacht noch nicht ins Bett gegangen waren." Daraus entstand eine "einzigartige" Gäste-#+mischung, die noch heute existiert: "Hier kommen unterschiedliche Menschen zusammen. Hackler und Anwälte, Straßenkehrer und Handwerker. Die haben viel Spaß miteinander. Wir haben auch einen Arzt unter uns."
Dabei war Alfred Stiegler ursprünglich kein Gastwirt. Der geborene Ottakringer begann seinen Lebenslauf als Lkw-Fahrer und Getränkelieferant. "Dadurch lernte er viele Gastronomen kennen", so Prochazka. "Das Interesse war geweckt."

Ein Kommunikationstalent

"Der Fredi hat immer schon gut mit den Leuten können. Er hat alle zusammengebracht – bis heute. Wir sind eine große Familie", sagt ein Stammgast, der nur mit seinem Spitznamen "die Ratte" genannt werden möchte. "Wir haben hier alle solche Spitznamen", sagt er. "Das hat sich bei uns so eingebürgert."
"Die Ratte" ist der Dichterfürst unter den Gästen der Feuerhalle. Ein Buch über das Beisl hat er bereits geschrieben. An viele Anekdoten erinnert er sich. "Einmal haben die Fans einer Fußballmannschaft im Hotel gegenüber genächtigt. Der Fredi war schon müde und wollte schließen. Da sind sie hier eingefallen. Drei Tage lang haben sie auf den Tischen getanzt."

Zu Ehren des 35-Jahr-Jubiläums, das mit Fredis 70. Geburtstag zusammenfällt, wurde von Stammgästen und Bozena Stiegler, der Ehefrau von Alfred Stiegler, ein großes Fest organisiert. Da durfte auch Stammgast Werner nicht fehlen: "In ganz Wien leben Menschen, denen die Feuerhalle etwas bedeutet. So etwas findet man heutzutage wirklich selten."
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