15.11.2016, 08:44 Uhr

"Land unter" im Innenhof des Gemeindebaus Matteottihof

Im Gemeindebau Matteottihof ist seit über einem Jahr der Boden offen. (Foto: Privat)

Im Matteottihof befindet sich seit eineinhalb Jahren eine Baugrube. Die bz hat bei Wiener Wohnen nachgefragt.

MARGARETEN. Eine Lacke im Innenhof des Gemeindebaus Matteottihof erregt die Gemüter der Bewohner. "Seit mehr als einem Jahr ist im Hof beim Eingang Siebenbrunnenfeldgasse 28 der Boden offen und es dringt diese gesamte Zeit über Wasser in die Mauern des Kellers der Stiege eins ein", beschwert sich ein Mieter. "Es entsteht ein massiver Schaden, welcher später wieder kostenintensiv saniert werden muss. Dadurch erhöhen sich die Betriebskosten."

Laut dem Mieter entstand die Lacke in einer Baugrube, die für die Sanierung eines Wassereintritts in die Waschküche gegraben wurde. "Der Bereich wurde abgesperrt und das Katzenkopfpflaster entfernt", so der Bewohner des Gemeindebaus, der anonym bleiben möchte. "Das war vor eineinhalb Jahren und seither ruhen die Arbeiten."

Brüchige Hauswand

Nachgefragt bei Wiener Wohnen, wird die Baugrube bestätigt – allerdings an einem anderen Ort. "Es haben im Hof vor eineinhalb Jahren Asphaltierungsarbeiten stattgefunden, die mit dem Wassereintritt in der Waschküche in Verbindung standen, jedoch nicht bei dieser Stiege", so die Sprecherin von Wiener Wohnen, Renate Billeth.

"Es gibt eine aktuelle Baustelle im Matteottihof. Im Frühjahr waren dort Ausbesserungsarbeiten an den Pflastersteinen vorgesehen. Im Zuge der Arbeiten haben die Fachkräfte aber bemerkt, dass die hinter den Pflastersteinen befindliche Blechverblendung im Sockelbereich der Hauswand in die Jahre gekommen und zum Teil brüchig ist. Daher musste vorerst der gesamte Bereich abgedeckt werden, um einen Gesamteindruck von der Verblendung zu gewinnen."

Bauarbeiten aufgenommen

Aufgrund des vorgefundenen Schadens wurde ein Austausch der kompletten Verblendung beschlossen. Laut dem zuständigen Techniker haben die Bauarbeiten keinen negativen Einfluss auf die Versickerung des Regenwassers.
"Wo der Mieter Recht hat, ist, dass solche Arbeiten generell rascher erfolgen sollten. Bei der Auftragsabwicklung kam es tatsächlich zu Verzögerungen, für die ich mich im Namen von Wiener Wohnen herzlich entschuldigen möchte", so Billeth.

Genau diese Verzögerungen machen dem Mieter zu schaffen: "Trotz zahlreicher Aufforderungen der Mieter, diesen groben Mangel rascher zu beheben, sind auf die mündlichen wie schriftlichen Mängelrügen irgendwelche Antworten erfolgt." Nun scheint das Urgieren zu fruchten: Laut Renate Billeth sind die Bauarbeiten im Matteottihof wieder aufgenommen worden. "Die neuen Pflastersteine werden noch diese Woche verlegt."
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