Kabarett
Stefan Haider spielt Herzbube im Stadtsaal Mariahilf

Stefan Haider mit seinem Kabarett "Freistunde: Herzensbildung"
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  • Stefan Haider mit seinem Kabarett "Freistunde: Herzensbildung"
  • Foto: Stadtsaal Wien
  • hochgeladen von Larissa Reisenbauer

Mit seinem neuen Programm "Freifach: Herzensbildung" brachte Kabarettist Stefan Haider den Mariahilfer Stadtsaal zum Schmunzeln.

MARIAHILF. Worauf wären Sie stolz wenn nach ihrem Tod plötzlich Gott höchst persönlich vor Ihnen stehen und Sie über Ihr Leben ausfragen würde? Wären größtenteils Herzensangelegenheiten auf der Liste oder doch nur berufliche Errungenschaften?

Was als recht ernsthaftes Thema im Stadtsaal Mariahilf begann, brachte die Gäste des steirischen Kabarettisten Stefan Haider gebührend zum Grölen. Die sehr eigenwillige und extravagante Sicht des bekennenden Religionslehrers auf das alltägliche zwischenmenschliche Miteinander war Mittelpunkt seines neuen Stückes "Freifach: Herzensbildung".

Religion versus Wissen

Darin beschreibt Stefan Haider die heutige Zwiespältigkeit zwischen moderner Technik und sozialer und menschlicher Kompetenz. Das diese Themen sehr viel Potential für große Lacher boten war bereits zu Anfang klar. Denn er stellte Fragen wie zum Beispiel wie viel muss ein guter Christ denn eigentlich über Religion wissen? Reicht das theoretische Wissen aus oder muss zum Beispiel auch die Ausführung der Kniebeuge beim Kircheneingang stimmen?

Ein Lehrer der durch seine witzig charmante Persönlichkeit nicht nur bei seinen Schülern einen Stein im Brett hat. Auch die Besucher der Vorstellung im Stadtsaal Mariahilf waren begeistert. Denn obwohl die Sager ihr humoristisches Ziel nicht versäumten fand sich auch immer ein Fünkchen Wahrheit darin: Wozu brauchen wir denn noch eigenes Wissen wenn alles googlebar wird? Laut Stefan Haider: Natürlich um Mädchen zu beeindrucken wenn Gott einen mit einem hässlichen Gesicht ausgestattet hat. 

Haider hilft

Doch nicht nur Gelacht wurde bei der Vorstellung von Stefan Haider. Zum Schluss ließ der Reli-Lehrer ganz in kirchlicher Manier zwei Spendenkörbchen durchgehen. Den Erlös spendet er einmal jährlich an die st. Elisabeth Stiftung. Vergangenes Jahr kamen damit immerhin 26.000 Euro zusammen. Bravo!

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