2018 steht in Mariahilf im Zeichen der Beteiligung

Bezirksvorsteher Markus Rumelhart (SPÖ) sieht Wien in einer Oppositionsrolle zur ÖVP-FPÖ-Bundesregierung.
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  • Foto: Markus Spitzauer
  • hochgeladen von Theresa Aigner

MARIAHILF. Was sich im Jahr 2018 in Mariahilf bewegen wird, fasst Bezirksvorsteher Markus Rumelhart (SPÖ) unter folgender Überschrift zusammen: "Miteinander gestalten". Das ergebe sich daraus, dass eine Reihe von Projekten gestartet bzw. weitergeführt wird, die unter Beteiligung der Mariahilferinnen und Mariahilfer entstehen. "Sei es die Umgestaltung der Otto-Bauer-Gasse und des Loquaigrätzels, des Oskar-Werner-Platzes oder auch der Corneliusgasse: Alle diese Themen gehen wir gemeinsam mit den Bezirksbewohnerinnen und -bewohnern an", führt Rumelhart seine "Überschrift" näher aus. Zur Erinnerung: In Sachen Loquaigrätzel findet bereits im Jänner die zweite große Grätzelkonferenz statt, auf der verschiedene Planungsvarianten auf Basis der Vorschläge der Bürger präsentiert werden sollen. Auch über den Oskar-Werner-Platz wurde noch 2017 mit den Anrainern diskutiert. Für die Corneliusgasse wird heuer das Beteiligungsverfahren gestartet.
Aber nicht nur "auf den Straßen" stehen große Umgestaltungen an, auch in Sachen Bildung und Schule wird das Jahr 2018 für Mariahilf ein wichtiges. Denn: Der Schulstandort Mittelgasse wird umfassend ausgebaut. 14,7 Millionen Euro werden in den Ausbau investiert, der noch 2018 beginnen und schon 2019 fertiggestellt werden soll. Möglich wird das durch eine spezielle modulare Bauweise.

Sportstätte für Mariahilf

Rumelhart freut sich neben mehr Klassen für die Mariahilfer Kinder auch darüber, dass durch den Ausbau ein großer Turnsaal entsteht. Denn Sportstätten sind in Mariahilf derzeit Mangelware. Den neu geschaffenen Raum sollen dann zur unterrichtsfreien Zeit auch Sportvereine nutzen können. Mit dem Projekt "Das Wesen Mariahilfs" wird auch ein Kulturschwerpunkt gesetzt: Künstlerinnen und Künstler verschiedener Richtungen haben sich zu einer Gruppe zusammengeschlossen und werden, ihrer "Disziplin" entsprechend, die verschiedenen Aspekte, die den Bezirk ausmachen, formulieren. Am Jahresende soll alles in einer großen Ausstellung zusammengeführt werden. Das entspricht auch Rumelharts Auffassung des "Wesens von Mariahilf": "Für mich ist der Bezirk ein buntes Mosaik: Viele kleine Teile ergeben zusammen ein Gesamtkunstwerk."

"Wiener Opposition"

Keineswegs als "Gesamtkunstwerk" empfindet Rumelhart das Programm der neuen ÖVP-FPÖ-Regierung, gegen deren Angelobung er auch protestiert hat. "Wien muss die Oppositionsrolle aktiv wahrnehmen", sagt Rumelhart dazu. Das gelte nicht nur für ihn selbst, sondern auch für Häupls Nachfolger als Bürgermeister – auf wen auch immer die Wahl fallen wird, denn erstmals wird in der SPÖ im Jänner über zwei Kandidaten abgestimmt. Die Bundespolitik schlage durchaus auch bis in die Wiener Bezirke durch: "Sei es der drohende Sozialabbau, der die soziale Sicherheit in den Wohnbezirken gefährdet, oder auch die Gefährdung von Projekten wie dem U-Bahn-Ausbau, der Umgang mit der Polizei, Lehrern und anderen Bundesbediensteten – das alles betrifft uns auch direkt im Bezirk." Dementsprechend sehe er es als seine Aufgabe, die Menschen auch weiterhin über die Auswirkungen dieser Politik zu informieren.

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