Esterhazypark
Anrainer beschweren sich über Süchtige im Park

Im Esterhazypark tummeln sich Suchtgiftabhängige, Obdachlose und auch Liebespärchen.
  • Im Esterhazypark tummeln sich Suchtgiftabhängige, Obdachlose und auch Liebespärchen.
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Das Miteinander im Esterhazypark wird zunehmend schwieriger. Drogen und öffentliche Liebesbekundungen nehmen zu.

MARIAHILF. Anonyme Leserbeschwerden trafen unlängst in der bz-Redaktion ein. Thema war die angeblich ausufernde Situation mit Suchtgiftabhängigen und sich gegenseitig oral befriedigenden Pärchen im Esterházypark.
Explizit wurde darauf hingewiesen, dass Anrainer den Park mittlerweile vermehrt meiden, vor allem, wenn sie mit ihren Kindern unterwegs seien. Oftmals müsse sogar die Polizei gerufen werden.

Laut Bezirksvorsteher Markus Rumelhart (SPÖ) sind dazu in seinem Büro jedoch keine Beschwerden eingegangen. Die Landespolizeidirektion wurde daraufhin eingeschaltet, die jedoch ebenfalls keinen Anstieg der Polizeieinsätze am "Vorplatz" zum Haus des Meeres verzeichnen kann.

Gruft, Jedmayer und Co.

Die Lage rund um den Esterházypark ist komplex, heißt es dazu. Der Park sei, aufgrund der anhaltenden Baustelle vor Ort, permanent an seiner Auslastungsgrenze. Einerseits ist die sehr kleine grüne Fläche tagsüber mit Familien gefüllt, die mit ihren Kindern dort spielen, andererseits sind durch umliegende Sozialstellen, wie zum Beispiel der Gruft oder dem Jedmayer, viele Obdachlose und auch Drogensüchtige im Park. "Rein polizeilich gibt es aber keine Auffälligkeiten im Park. Es gibt dort bereits verstärkte Streifentätigkeit, die hauptsächlich präventiv wirken soll", heißt es.

Projekt Gemeinsam.Sicher 

Auch die Sozialarbeit und das Projekt Gemeinsam.Sicher werden von der Landespolizeidirektion in die Verantwortung gezogen. "Gesellschaftspolitisch ist die Anrainerkritik natürlich verständlich, nur das liegt nicht wirklich im Einflussbereich der Polizei", so die Pressestelle. "Die Polizei alleine kann diese Umstände nicht ändern oder verhindern."

Um solchen Themen vermehrt Raum zu geben, veranstaltet der Bezirk Mariahilf bereits seit einigen Jahren regelmäßige Treffen in der Bezirksvorstehung mit den sogenannten "Grätzelpolizisten" und auch Sozialarbeitern. Vergangene Woche wurde dabei über den Esterházypark gesprochen. Niemandem war die brenzlige Situation im Park bewusst. Ernsthaft nachgegangen soll dem Hinweis der bz-Leser jedoch auf alle Fälle.
"Leider ist es oftmals so, dass Betroffene den Park einfach verlassen. Dies verhindert jedoch die Aufnahme solcher Fälle und führt so bei Polizei und natürlich auch im Bezirk für generelle Unwissenheit. Daher Fälle wie Drogenkonsum unbedingt anzeigen. Anderes kann auch uns gemeldet werden. Wir geben es dann ordnungsgemäß an die zuständigen Stellen weiter", gibt Bezirksvorsteher Markus Rumelhart (SPÖ) zu bedenken.

Autor:

Larissa Reisenbauer aus Wien

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