Medizin Mariahilf
Der sechste Bezirk ist Vorreiter bei der Primärversorgung

Wolfgang Mückstein, Fabienne Lamel und Franz Mayrhofer (v.l.) sind das Kernteam von Medizin Mariahilf.
  • Wolfgang Mückstein, Fabienne Lamel und Franz Mayrhofer (v.l.) sind das Kernteam von Medizin Mariahilf.
  • Foto: Medizin Mariahilf
  • hochgeladen von Andrea Peetz

Mariahilf setzt auf die Primärversorgung. Ist das der Schlüssel zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung?

MARIAHILF. "Primary Health Care", kurz PHC, ist derzeit in aller Munde. Doch die Idee einer primären Gesundheitsversorgung gibt es schon lange. Das erfolgreiche Versorgungskonzept wurde bereits 1978 in der WHO-Deklaration von Alma-Ata festgehalten.

Auch Österreich hat unterschrieben. Die ersten, die das Konzept im Zuge eines Pilotprojekts in Zusammenarbeit mit der Stadt Wien, der Gebietskrankenkasse und der Ärztekammer, anboten, war das Team von Medizin Mariahilf. Zu dritt haben die Ärzte Fabienne Lamel, Franz Mayrhofer und Wolfgang Mückstein im April 2015 die vormalige Gruppenpraxis in ein Primärversorgungszentrum umgewandelt.

"Wir haben sechs Vertretungsärzte und ein 11-köpfiges, nicht-ärztliches Team. Das sind Rezeptionisten, medizinische Assistenten und auch drei diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger. Zusätzlich gibt es bei uns noch eine Psychotherapeutin und eine Diätologin für je acht Stunden", zählt Wolfgang Mückstein sein Team auf.

50 Stunden Versorgung

Ziel war und ist es, dass Patienten an 50 Stunden in der Woche von einen multiprofessionellen Team umfassend versorgt werden. "Aufgrund der Erreichbarkeit anderer Ordinationen, die oft nur 20 Stunden geöffnet haben, gehen viele Patienten gleich zum Facharzt", so Mückstein.

Jedoch sei das oft nicht notwendig. "Wenn wir ein Problem nicht lösen können, dann überweisen wir natürlich weiter und wir vermitteln auch die Termine. Wir haben eine Kooperation mit dem Gesundheitszentrum der Gebietskrankenkasse, wo wir im Bedarfsfall noch am selben Tag Termine bekommen", verrät der Arzt.

Alles an einem Ort

Im Versorgungszentrum Mariahilf werden aber nicht nur ärztliche Leistungen angeboten. sondern auch Pflegedienstleistungen. "Vor allem bei Hausbesuchen ist es nicht immer notwendig, dass ein Arzt vor Ort ist. Manchmal muss man nur eine chronische Wunde frisch einbinden, dass übernimmt dann unser diplomiertes Pflegepersonal", erklärt der Allgemeinmediziner.

Auch die Psychotherapeutin und die Diätologin sind für die Patienten eine tolle Ergänzung, für die Ärzte eine Entlastung und eine Erweiterung des Spektrums an medizinischen Leistungen – alles an einem Ort. "Das dieses Konzept gut ankommt, ist auch im aktuellen 'Regionalen Strukturplan Gesundheit' evaluiert worden", freut sich Mückstein.

Die aktuellen Entwicklungen der Stadt Wien, der WGKK und der Ärztekammer zeigen, dass es in Zukunft mehr solcher Modelle geben wird. Bis 2025 sind 34 solcher Einheiten geplant. Sie gelten als wichtige Ergänzung zum jetzigen System. Die Standorte stehen fest und die lokalen Ordinationen können sich bei Interesse zusammenschließen. "Ich bin optimistisch, dass sich Teams finden werden, die weitere Projekte realisieren. Unser Pilotprojekt läuft noch ein Jahr, wird aber sicher verlängert."

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