Mariahilf
Nach Fairtrade nun auch Klimafreund

In Vertretung aller Fraktionen nahm Bezirkschef Markus Rumelhart (SPÖ, r.) die Klimabündnisplakette entgegen.
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  • Foto: BV6
  • hochgeladen von Larissa Reisenbauer

800 Euro jährlich lässt sich Mariahilf die Teilnahme am Klimabündnis Österreich kosten.

MARIAHILF. Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) prognostiziert in den kommenden Jahren eine wesentliche Zunahme der Hitzetage in Wien. Besonders in innerstädtischen Bezirken werden vermehrt Hitzeinseln entstehen. Dies ab sofort zu bekämpfen hat sich Mariahilf – als elfter Wiener Gemeindebezirk – vorgenommen und trat dem Klimabündnis Österreich bei.

Plakette zum Klimabündnis erhalten

Die Idee zum Beitritt brachte die Grüne Fraktion Mariahilf, besonders Bezirksvorsteher-Stellvertreter Michi Reichelt, ins Rollen. In einem Resolutionsantrag wurde eine bessere Klimapolitik im Bezirk gefordert und somit auch die Teilnahme am Klimabündnis.
Ende März 2019 in der Bezirksvertretungssitzung angenommen, wurde der Sechste mit 1. Mai in das Klimabündnis aufgenommen. Ein halbes Jahr später, am 16. Oktober, erhielt der 6. Bezirk die offizielle Plakette von Klimabündnis Österreich-Expertin Michaela Hauer. Entgegengenommen hat sie Bezirkschef Markus Rumelhart (SPÖ).

Aufgaben und Kosten

Auflagen, um ein Mitglied im Klimabündnis Österreich zu werden, gibt es keine. Einzige Voraussetzung: Der Bezirk muss sich geschlossen dazu äußern, den Kampf gegen die Umweltverschmutzung aufnehmen zu wollen sowie einen Klimabeauftragten benennen. Danach wird ein Mitgliedsbeitrag fällig. In Mariahilf beläuft sich dieser auf 800 Euro pro Jahr.
Der Sechste hat sich jedoch dazu entschlossen, diese Aufgabe nicht nur einem Menschen anzuvertrauen: So wurde anstelle eines Klimabeauftragten ein sogenannter Klimabeirat gegründet. Dieser setzt sich aus Politikern aller Mariahilfer Fraktionen zusammen. "Neben den Fraktionen diskutieren Experten der Stadt Wien, der Klimawissenschaft, Umwelt-NGOs und andere Organisationen über klimawirksame Ideen, Möglichkeiten und Maßnahmen", so Rumelhart.

Erste Planungssitzung 

Vergangene Woche fand dazu die erste gemeinsame Sitzung im Bezirk statt. Konkrete Projektideen wurden darin jedoch noch nicht vorgestellt. In erster Linie ging es um die administrativen Planungsabläufe. So wurde zum Beispiel festgehalten, dass der Beirat jedes Monat mindestens ein Treffen abhält, der nächste Termin wurde für den 13. November festgesetzt. Bereits fix auf der Tagesordnung: Das Forschungsprojekt "50 grüne Häuser" soll künftig auch in Mariahilf zum Einsatz kommen. Dabei werden mit Hilfe von Kletterpflanzen Fassaden im Straßenraum begrünt. Finanzielle Unterstützung erhält der Bezirk von der Stadt Wien.

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