Umgestaltung Millergasse - das steht im Konzept

Bezirksvorsteher Markus Rumelhart vermittelte zwischen Anrainern und Experten.
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  • hochgeladen von Mathias Kautzky

Die Ergebnisse des Bürgerbeteiligungsverfahrens zur Umgestaltung der Millergasse wurde von Anwohner und Experten auf der Grätzelkonferenz diskutiert.

MARIAHILF. Der Luisensaal der Barmherzigen Schwestern war bei der dritten Diskussion über die geplante Umgestaltung der Millergasse bis auf den letzten Platz gefüllt. Am Podium saß Bezirkschef Markus Rumelhart (SPÖ) mit Vertretern von Planungsbüros und Magistrat.

Mehr als 200 Personen nahmen in den vergangenen Monaten am Bürgerbeteiligungsverfahren teil. Auf der Grätzelkonferenz ging es nun darum, die Ergebnisse zu präsentieren – und sich auf einen Kompromiss zu einigen. Doch wie sieht dieser nun aus?

Die Parkplätze sollen bis auf zwei Bereiche in der Millergasse weitgehend erhalten bleiben. "Überregionaler Verkehr wird in der Millergasse unmöglich", erklärt Rumelhart. Laut Leo Kohlbauer (FPÖ) ist "der Verlust von 12 Stellplätzen nicht begrüßenswert, den großen Parkplatzraub konnten wir aber verhindern."

Neue Mikro-Zonen kommen

Nach Vorbild des kürzlich umgebauten Oskar-Werner-Platzes werden an drei Orten verschiedenfarbige Pflastersteine verlegt: Vor dem Pflegeheim St. Katharina in der Millergasse 6-8 wird die Fahrbahn verschwenkt und der Gehsteig verbreitert. Dazu wird der neue Vorplatz zur "Mikro-Zone", also zu einem Mini-Park mit zwei Bäumen. "2016 habe ich den Antrag auf Neugestaltung der Millergasse gestellt, um die Sicherheit und die Lebensqualität zu erhöhen", sagt Michi Reichelt (Grüne).

Beim Minna-Lachs-Park wird die Fahrbahn aufgedoppelt. "Autofahrer werden ihr Tempo drosseln und man kommt einfacher über die Straße in den Park", so Rumelhart. Insgesamt sollen nach der Umgestaltung weniger Autos unterwegs sein.

Sitzgelegenheiten in der Mikro-Zone

Gewünscht wurde auch ein autofreier Platz vor der Fügergasse: So wird der Auto-Abschneider über die Fügergasse in die Mariahilfer Straße gekappt. Auch dort kommt eine neue Mikro-Zone mit zwei neuen Bäumen. Ob in den Mikro-Zonen auch Sitzgelegenheiten errichtet werden sollen?

Ein Herr, der in der Millergasse wohnt, befürchtet, dass Mikro-Zonen von Obdachlosen als "Freiluft-Klo" benützt werden könnten. Eine junge Frau weist allerdings auf den höheren Erholungsfaktor durch Sitzbänke hin.
"Bevor es zu Veränderungen kommt, müssen alle Anrainer und Betriebe befragt werden", so Gerhard Hammerer (ÖVP).

"Die Beteiligung verlief nach klaren Richtlinien, transparent und gemeinschaftlich – ohne Vorgaben. Wir ließen die Bewohner selbst entscheiden", schildert Bezirkschef Markus Rumelhart den Ablauf des Beteiligungsprozesses. 
Am Schluss klatschten fast alle Anwesenden, als ein Grätzelbewohner auf die höhere Lebensqualität durch die Umgestaltung hinwies: "Auch unsere Kinder sollen noch gerne hier rund um die Millergasse wohnen wollen."

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