Mariahilf
Straßen sollen mehr Frauennamen tragen

Michi Reichelt (Grüne), stellvertretender Bezirkschef Mariahilfs, möchte Frauen im Bezirk sichtbarer machen.
  • Michi Reichelt (Grüne), stellvertretender Bezirkschef Mariahilfs, möchte Frauen im Bezirk sichtbarer machen.
  • Foto: Grüne Mariahilf
  • hochgeladen von Larissa Reisenbauer

Grüne wollen Straßen im 6. Bezirk weiblicher gestalten. Zusatztafeln sollen die Lösung bringen.

MARIAHILF. Am Montag, 8. März, wird der 110. beziehungsweise der100. Internationale Frauentag gefeiert. Grund für die unterschiedlichen Daten: Erstmals fand der Gedenktag zwar am 19. März 1911 statt, doch erst seit 1921 wird er jährlich am 8. März gefeiert.

Diese Jubiläen zum Anlass nahmen sich die Grünen Mariahilf, um sich in ihrem Bezirk mit den Straßen und deren Namenspatronen auseinanderzusetzen. Das Ergebnis war folgendes: Im 6. Wiener Gemeindebezirk sind von rund 110 Verkehrsflächen aktuell rund 38 Flächen nach Funktionen, Gegenständen, Orten, Tieren oder geographischen Bezügen (35 Prozent), rund 59 Flächen nach Männern (53 Prozent) und nur rund 13 Flächen nach Frauen benannt (12 Prozent). Dem wollen die Grünen Mariahilf mit dementsprechenden Zusatztafeln entgegenwirken.

Die Frau hinter dem Mann

„Zu Anfang sei gesagt, dass wir bei dieser Aktion keine Straßen umbenennen wollen. Die Adressen würden gleich bleiben“, so Mariahilfs Bezirksvorsteher-Stellvertreter Michi Reichelt (Grüne) und erklärt weiter: „Doch wir wollen Frauen im Bezirk sichtbarer machen. Frauen, die hinter, vor oder neben einem prominenten Männernamen standen.“ Als Beispiel weist er im Gespräch mit der bz-Wiener Bezirkszeitung auf Helene Bauer. In Mariahilf gibt es die sogenannte Otto-Bauer-Gasse sowie den Helene-Bauer-Platz. Doch nur wenige wissen, dass diese beiden ein Ehepaar waren. „Auch haben wir bereits über die Königsklostergasse gesprochen. Hier könnte eine Zusatztafel mit Königinnenklostergasse hinzukommen“, so Reichelt.

Braucht es mehr weibliche Straßennamen in Mariahilf?

Konzept noch in Planung

Die Forderung betreffend etwaiger Zusatztafeln befindet sich derzeit in der Mariahilfer Kulturkommission. Diese wird in den nächsten Monaten über die genaue Umsetzung diskutieren. Es wurde jedoch bereits fixiert, dass die Antragsteller, also die Grünen Mariahilf der Bezirksvorstehung ein detailliertes Konzept zur weiteren Bearbeitung vorlegen sollen. „Neben der Budgetierung muss auch die Umsetzbarkeit betrachtet werden. Denn nicht alle Straßenschilder befinden sich an öffentlichen Häusern. Wir müssen somit auch die Hausbesitzer um Erlaubnis fragen oder dürfen Zusatztafeln nur an Hinweisschildern, die zum Beispiel auf der Mariahilfer Straße auf Seitengassen verweisen, anbringen“, so Michi Reichelt. Mit einer Verwirklichung rechnet Reichelt jedoch noch in diesem Jahr.

Auch die Bezirksvorstehung schätzt die Chancen dazu positiv ein. „Vielleicht kann man dieses Projekt im Herbst im Rahmen der jährlich angesetzten Frauenwochen der Öffentlichkeit präsentieren“, sagt Bezirksvorsteher Markus Rumelhart (SPÖ) über das Projekt.

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