31.10.2016, 13:26 Uhr

Bepflanzbare Urne: Wenn der Opa zum Farn wird

Die bepflanzbare Urne von Panta Rhei ist 25 Zentimeter hoch. (Foto: thomaskirschner.com)

Die Mariahilfer Firma Panta Rhei präsentiert eine innovative Alternative zu den herkömmlichen Begräbnisstätten. Mit einer bepflanzbaren Urne entsteht aus den Verstorbenen eine Zimmerpflanze - und das mitten im eigenen Wohnzimmer.

MARIAHILF. Allerheiligen steht vor der Türe und rückt die eigene Sterblichkeit ins Bewusstsein. Vor allem die Frage, wie denn die eigene letzte Ruhestätte einmal aussehen wird, beschäftigt zu Allerheiligen die Menschen. Wie bei allen Dingen, gibt es auch bei Beerdigungen zeitgemäße Trends.

Hier geht die Tendenz weg vom kalten, nassen Grab hin zu einer Urne, die man daheim in den Wandverbau stellen kann. Somit ist der Verstorbene immer noch in seinem Zuhause präsent und die Hinterbliebenen ersparen sich nicht nur den Gang zum Friedhof, sondern auch die teure Grabgebühr sowie den Friedhofsgärtner.

Patent aus Mariahilf

Die Mariahilfer Firma "Panta Rhei" von Martin Steiner hat mit einem innovativen Produkt nun einen neuen Meilenstein in Sachen Begräbnis gesetzt: Eine bepflanzbare Urne. Mit diesem Konzept ist der 41-jährigen Steiner, der die bepflanzbare Urne zum Patent angemeldet hat, in der richtigen Stadt. Da die Wiener stets den Sensenmann als Landsmann bezeichnen, waren auch schnell zwei Wiener Traditionsfirmen für das Projekt zu begeistern. Die noble Porzellanmanufaktur Augarten stellt die Urnen her, erhältlich sind die ungewöhnlichen Blumentöpfe dann bei der Bestattung Wien.

Das Prinzip der bepflanzbaren Urne ist schnell erklärt: Nach einer Feuerbestattung bleibt vom Verstorbenen eine grobkörnige Asche übrig, die einen hohen Anteil an wertvollen Mineralstoffen besitzt. Diese Asche wird in einer Kammer am Boden der 25 Zentimeter hohen Panta Rhei-Urne verschlossen. Der Rest der Urne wird wie ein normaler Blumentopf bepflanzt. Beim Gießen wird die Pflanze mittels eines hohlen Siegelsteins mit Mineralstoffen aus der Asche versorgt.

Für Hinterblieben, die keinen grünen Daumen haben, kann die Urne aus der Dürergasse mit einem Porzellandeckel verschlossen werden.

Alle weiteren Infos für dieses typisch wienerische Produkt unter www.pantarhei.com

Hintergrund:

Artikel: Ist der Tod tatsächlich ein Wiener?
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