28.09.2017, 10:41 Uhr

Haus des Meeres: Ein Hai in der Gumpendorfer Straße

Stefan Fenzal bemalt unter seinem Künstlernamen Naskool die Wand des Esterhazyparks. (Foto: BV 6)

Ein Einblick in die Unterwasserwelt des Haus des Meeres entsteht derzeit auf der Mauer rund um den Esterhazypark.

MARIAHILF. Rochen, Korallen, ein Schwarzschwanz-Riffhai, Clownfische und Puppi, die berühmteste Schildkröte der Stadt, sind ab sofort nicht nur im Haus des Meeres zu bewundern, sondern bereits davor. Am Mittwoch, den 27. September gaben Bezirksvorsteher Markus Rumelhart (SPÖ), der Geschäftsführer des Haus des Meeres, Hans Köppen, und Cologrow-Projektleiter Mario Hubinger den offiziellen Startschuss für die Neugestaltung der Mauer vor dem Haus des Meeres. Und diese war dringend notwendig.

Die graue Mauer um den Esterhazy-Park, in dem sich der zum Zoo umfunktionierte Flakturm befindet, war immer wieder Ziel von illegalem Graffiti, sprich unschönen Beschmierungen. Nun wird die Mauer legal bemalt und ist auf dem besten Weg, eine neue Sehenswürdigkeit im Bezirk zu werden.

Kunst und Sozialprojekt

Für die Neugestaltung der Mauer auf den Seiten zur Gumpendorfer Straße und zur Schadekgasse, sind erfahrene Profis verantwortlich. Das Donaustädter Start-Up Colorgrow, das bereits das ehemalige Wohnhaus von David Alaba in der Langobardenstraße 170 im 22. Bezirk mit einem haushohen Bild des Nationalfußballers bemalte, ist bis Ende Oktober mit der Aufmalung der Unterwasserwelt beschäftigt. „Unser Unternehmen spezialisiert sich auf Großfassadenmalerei und Mauerwerksmalereien", erklärt Mario Hubinger von Colorgrow, das mit dem Künstler Naskool zusammenarbeitet. Der Maler erhält tatkräftige Unterstützung von Mariahilfer Bezirksbewohnern aus der Nachbarschaft: Die blaue Grundierung, auf der die Meereslebewesen aufgemalt werden, fertigen Obdachlose aus der Gruft an. Natürlich gegen Bezahlung, der Lohn deckt die Kosten für einen Winterschlafplatz in der Obdachloseneinrichtung in der Barnabitengasse 12.

Ameisenkolonie im Park

„Das ist eine Win-Win-Win-Situation“, freut sich Bezirkschef Rumelhart. „Der Bezirk wird schöner, das Projekt hat einen sozialen Aspekt und es fördert die junge Kunst. Und: endlich passt die Mauer zum Haus des Meeres.“

Übrigens: Die Wand um den Esterhazypark wird nicht nur auf einer Seite umgestaltet. Auf der Innenseite der Mauer wird in Zukunft eine Kolonie von Blattschneider-Ameisen entlangwandern.

Alle Informationen zum Start-Up Colorgrow finden Sie unter www.colorgrow.at
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