12.06.2018, 11:07 Uhr

Mariahilf strikt gegen Teilung des 13A in zwei Linien

Bezirksvorsteher Markus Rumelhart (m.) beim Lokalaugenschein mit Anrainern in der Windmühlgasse. (Foto: BV6)

Die Unterbrechung der Linie 13A in der Neubaugasse wäre für alle Fahrgäste ein Nachteil. Bezirksvorsteher Rumelhart spricht sich klar für eine Beibehaltung einer durchgehenden Buslinie vom Hauptbahnhof bis in den 9. Bezirk aus.

MARIAHILF.  Die Wiener Linien machen Ernst! Hieß es vergangene Woche noch, eine Teilung des 13A in zwei Linien wäre nur eine Idee, veröffentlichten die Verkehrsbetriebe nun einen konkreten Plan für 13A und 13B. Der Hintergrund: Der Bus kann, während der Bauarbeiten für die U-Bahn, die Kirchengasse Richtung Alser Straße nicht passieren. Eine Alternativroute würde durch die Neubaugasse führen – allerdings in beiden Fahrtrichtungen. Eine Option, die im 7. Bezirk auf massiven Widerstand stößt.

Für Mariahilf käme eine doppelte Linienführung allerdings sehr gelegen. Das würde bedeuten, dass der 13A nach fünf Jahren Routenführung durch die Windmühlgasse wieder auf der Ursprungsroute "Gumpendorfer Straße, Amerlingstraße, U3 Neubaugasse" fahren könnte. "Der 13A gehört in die Neubaugasse", sagte Bezirksvorsteher Markus Rumelhart (SPÖ) noch vor Kurzem. Mit der Drohung der Wiener Linien zur Teilung der Linie haben sich die Variablen nun verändert.

"Der 13A darf nicht geteilt werden", heißt es nun seitens der Mariahilfer Bezirksvorstehung. Die Linie wird täglich von 40.000 Menschen genützt. Für Mariahilf hat eine gute Anbindung an U3 und weiter bis in den 9. Bezirk Priorität. "Die von den Wiener Linien vorgestellte Variante, die 13A-Linie an der Mariahilfer Straße zu teilen, kann weder im Interesse der Fahrgäste noch der Bewohner des 6. Bezirks sein", sagt Rumelhart.

Windmühlgasse: Zu eng, zu gefährlich

Der Bezirk Mariahilf setzt sich dennoch weiterhin dafür ein, den 13A aus Windmühlgasse und Capistrangasse zu verbannen. Diese Streckenführung hätte nie die Zustimmung bei der Bevölkerung gefunden, so der Bezirkschef. Die Situation in der Windmühlgasse hätte sich für die dortigen Anrainer sowie für die Gäste in den Schanigärten stark verschlechtert. Die Route bis zurück zur Mariahilfer Straße sei zu eng.

"Vernünftige Lösung" durch die Stiftgasse?

Die Neubauer Bezirksvorstehung stemmt sich sowohl gegen die Doppelführung in der Neubaugasse, als auch gegen die Teilung des 13A in zwei Linien. Stattdessen spricht Bezirkschef Markus Reiter (Grüne) nun von einer anderen, "vernünftigen Lösung": Die Umleitung durch die Stiftgasse müsse in Erwägung gezogen werden. "Die Umleitung ist günstig und auch in Hinblick auf die zweijährige Sperre der U2 sinnvoll", ist Reiter überzeugt. Die Stiftgasse müsse für den Bus auch weniger aufwendig umgebaut werden.
Für Mariahilf würde dieser Vorschlag wahrscheinlich die Beibehaltung der derzeitigen Streckenführung bedeuten.

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