05.09.2014, 15:42 Uhr

Nevillebrücke: Autofahrer queren trotz Verbot

Alfred Stanek: "Man wird hier immer wieder von Autofahrern gestört, die aus Gewohnheit oder bewusst gesetzeswidrig queren."

Poller sollen Lenker an Durchfahrt durch Fußgängerzone hindern.

MARIAHILF/MARGARETEN. "Die Nevillebrücke ist seit zwei Jahren für Autos gesperrt, es wurden Bepflanzungen angelegt und Sitzgelegenheiten geschaffen", erklärt Mariahilf-Bezirksvize Susanne Jerusalem (Grüne). "Wer hier in Ruhe sitzen will, wird aber immer wieder von Autofahrern gestört, die entweder aus Gewohnheit, fehlgeleitet durch ein Navi oder bewusst gesetzeswidrig den kürzesten Weg zwischen den beiden Bezirken nutzen", bestätigt Anrainer Alfred Stanek.

Poller sollen helfen

Zahlreiche Beschwerden gingen bisher bei Polizei und Bezirk ein. "Man kann von der Polizei nicht verlangen, dass sie dauernd hier steht", ergänzt Jerusalem. Sie will lieber die Möglichkeit, ungehindert zu queren, abstellen. "Beispielsweise durch Poller." Der rote Bodenbelag alleine, den nur Fußgänger und Radler benutzen dürfen, scheine als Verbotshinweis zu wenig zu sein.
SP-Bezirkschef Markus Rumelhart: "Es gab seit der Sperre provisorisch aufgestellte Betonleitwände. Diese wurden vom 5. Bezirk entfernt, um zu beobachten, ob sich Autofahrer inzwischen an die Sperre gewöhnt haben." Leider gebe es nach wie vor unverbesserliche Autolenker, die sich nicht an das Fahrverbot halten. Die Polizei wolle nun eine Schwerpunktkontrolle setzen. "Sollte auch das wirkungslos bleiben, werden sich der 5. und 6. Bezirk bauliche Maßnahmen überlegen."

Mehr Sitzplätze kommen

Anrainer Alfred Stanek kritisiert weiters: "Es gibt zu wenige Sitzgelegenheiten und noch weniger mit Rückenlehne." Dazu Markus Rumelhart: "Neue Sitzgelegenheiten sind bereits bestellt. Es kam aber leider zu Lieferverzögerungen. Wir hoffen, dass die loungeartigen Sitzmöbel bald montiert werden."
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