30.10.2017, 16:08 Uhr

Otto-Bauer-Gasse bis Loquaipark: Grätzelkonferenz im November

Die Otto-Bauer-Gasse muss saniert werden. Was dabei heraus kommen soll, wird gemeinsam definiert. (Foto: BV6)

Die Ideen der Anrainer und Gewerbetreibenden sind gefragt - am 14. November findet die große Konferenz statt.

MARIAHILF. Es wird ernst mit der Umgestaltung der Otto-Bauer-Gasse und des Loquaigrätzels: Am 14. November findet eine große Konferenz statt, auf der mit Anrainern und Gewerbetreibenden über die notwendigen Veränderungen diskutiert wird.
Dabei werden die Experten von zwoPK, jener Agentur, die den Beteiligungsprozess moderiert, vorstellen, was bisher erhoben wurde, und mit den Anwesenden definieren, über welche Qualitäten das Grätzel in Zukunft verfügen soll. "Was wir bisher gemacht haben, war, ein Stimmungsbild zu erheben, einerseits durch unverbindliche Gespräche, andererseits durch Nutzungsbeobachtung, etwa im Loquaipark", erklärt Helge Schier von zwoPK die bisherige Vorgangsweise. Dabei wurde vor allem beobachtet, wie Freiraum im Grätzel derzeit genutzt wird. Aber auch grobe Verkehrszählungen wurden gemacht.

Das alles wird nun die Basis für die Grätzelkonferenz, bei der alle Ideen und Anregungen willkommen sind. Gemeinsam wird – teils auch in Kleingruppen – erarbeitet, was aus dem Mariahilfer Bezirksteil werden soll. "Wir brauchen die Meinungen der direkt Betroffenen. Mit ihrem Wissen über das Grätzel können wir den Bezirk noch lebenswerter gestalten", sagt dazu Bezirksvorsteher Markus Rumelhart (SPÖ). Dass sich dabei auch Spannungsfelder unterschiedlicher Interessengruppen auftun können, ist Helge Schier klar. Aber genau dafür, um alle Bedürfnisse einmal einzufangen und zu diskutieren, sei der Beteiligungsprozess ja da. Denn darüber, dass die obere Otto-Bauer-Gasse eine "Qualitätssteigerung" (und eine Straßensanierung) braucht, sind sich so gut wie alle einig. Aber während sich die einen mehr Platz, mehr Grün und weniger Autos wünschen, hätten vor allem ältere Anrainer in Gesprächen Sorge um ihren Parkplatz geäußert, erzählt Schier. Deshalb gelte es, in Dialog zu treten und zu schauen, welche Ideen zustande kommen.


Machbarkeit überprüfen

Und nicht zu vergessen: So visionär und kreativ die Ideen auch sein mögen – in einem zweiten Schritt muss dann überprüft werden, was überhaupt möglich ist und was nicht. Einerseits natürlich finanziell, andererseits haben auch die Dienststellen der Stadt Wien noch ein Wörtchen mitzureden. Die Machbarkeit wird dann Thema der zweiten Grätzelkonferenz sein, die voraussichtlich im Jänner 2018 stattfinden wird.
Wer keine Zeit oder Lust hat, an der Grätzelkonferenz teilzunehmen, kann an den Folgetagen (siehe "Zur Sache") im "offenen Büro" bei zwoPK vorbeischauen, sich informieren und einbringen.

Das habe bereits so mancher "Wutbürger" genutzt, erzählt Schier: "Es sind schon ein paar Mal Leute bei uns im Büro gestanden und haben beanstandet, dass wir sie noch nicht nach ihrer Meinung zur Umgestaltung gefragt haben." Beispiele wie dieses zeigen deutlich: Ob dafür oder dagegen – ein Interesse daran, sich zu beteiligen, haben offenbar alle. Und das ist wohl die beste Basis, um das Grätzel gemeinsam zu entwickeln.

Zur Sache:

Die Grätzelkonferenz findet am Dienstag, 14. November, um 18 Uhr im Veranstaltungszentrum Mariahilf (6., Königseggasse 10) statt. Das "offene Büro" (6., Otto-Bauer-Gasse 14) von zwoPK hat am 16., 17., 20. und 21. November jeweils von 16 bis 19 Uhr geöffnet. Einfach vorbeikommen!
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.