Ballsaison

Wieder Tanzen zu gehen war nach Kriegsende sehr groß - dafür mußte die
Faschingszeit herhalten. Die Gasthäuser hatten einen kleinen Saal oder größeren
Raum zur Verfügung.  Jahre lang war freier Eintrritt denn für die Wirtsleut war
das konsumieren von Bedeutung. Es mußte in erster Linie leistbar sein denn die
meisten Ballbesucher hatten nicht das Geld um es locker aus zugeben. Es gab
genug Bälle in den Ortschaften - politische, Vereine, Sport, Jugend, Wirtschaft und sie prägten Jahrzehnte lang die Ballsaison. Mit der Zeit und mit besserem Einkommen wurde der Anspruch deutlich größer und teurer.  Der Veranstalter
ging stets ein finanzielles Risiko ein wenn die Ballbesucher aus liesen denn der
freie Eintritt war mit einer Ballspende oder Eintrittsgeld verbunden.  Wo früher Dorfmusikanten für Stimmung sorgten spielen jetzt auf Bälle Profi-Musiker. Auch die Garderobe, etc. für Frau ging ins Geld. So mancher ehemalige begeisterter
Ballbesucher stellte sich die Frage: sind die Kosten gerechtfertigt? Die Jugend hat ihre Disco und dort toben sie sich ganzes Jahr aus. Auf Bälle sind sie nicht heiß höchstens man gewinnt sie zum Mitmachen für das jährliche  Jugendball im Ort. In großen Städten gibt es ungebrochen die teuren Nobelbälle.

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