Als M'burg noch Mattersdorf hieß und zu Ungarn gehörte
Bausünden enstanden noch im ungarischem Mattersdorf

Berechtigt ist die Überschrift wenn man auf der Bachseite der Gustav-Degengasse zwei sehr alte
Gebäude vor einer Reihe von Platanen erwähnt die in die schmale Ausfahrtstrasse Richtung Martinspaltz führt die hat man seinerzeit zu weit vorgebaut sodaß sie für große Nutzfahrzeuge hinderlich sind. Damals gab es keine Bauverordnung - der Bach (Wulka) hatte keine Betondecke die Strasse die wir kennen war damals ein Feldweg sodaß die Bausünde in dieser Zeit so gut wie keine war. In der Hintergasse gibt es einen Stadl dessen Gebäudeeck in die Strasse hinein reicht und beim Gegenverkehr ein Hindernis ist. Da gibt es nur eine Erklärung das im bäuerlichen Mattersdorf (Bgld. gehörte zu Ungarn) rechts und links des Baches die lang gestreckten Bauern-
häuser mit Stadl hin gebaut wurden und das man hinterhalb des Stadls den Garten sowie einen lang gestreckter Acker (als Hinteracker bekannt) bewirtschaftet hat. Die Hauptstrasse sowie die Schubertstrasse - damals hieß ein Teilstrassenstück hinauf bis zur Mühlgasse Wiener Neustädter Strasse zeugen davon - noch jetzt sieht man genug dieser lang gestreckten Bauernhäuser. Das Dorf hat sich beiderseits des Baches und noch vor dem allseits bekannten Bahnviadukt angesie-
delt. In der uns bekannten Hintergasse - leitet sich von den Hinteräcker ab) gab es eine schmale staubige Strasse höchstens ein besserer Feldweg für Ochsen-/Pferdegespann. Die bebaute Ansied-
lung ab der Sonnwendgasse bis zur Tillbrunngasse entstand durch Enteignung von Hinteracker-
flächen in der Nazi-Zeit - ob die Enteigneten Geld bekamen ist mir nicht bekannt. Die Gassen waren durch einen befahrbaren Feldweg erreichbar. Ab der Tillbrunngasse bis zur Mühlgasse ging der schmale befahrbare Feldweg bergab sodaß man zu den Häuser bergauf gehen bzw. fahren mußte. Solange ist das gar nicht her mit er Hintergasse - das grässlich und nicht ungefährliche "Stadleck" ist eine Erbschaft aus einer Zeit wofür es keine Zeitzeugen mehr gibt. Ähnliches gibt es auch in der Hirtengasse wer sie befährt wird auf die unterschiedliche Strassebreite aufmerksam. Die alt und neu zugebauten Wohnsiedlungen entschärfen teilweise die Enge dieser Strasse doch bei der Ausfahrt in Richtung Bahnübergang wird es wieder eng. Es fällt mir noch das Kruz Gebäude ein die Strasse hat man vor langer Zeit unbeannt auf Michael Kochstasse wo jetzt der Zubau der Volks-
schule steht davor gab es einen Autoschauraum. Die Familie Kruz hatte ein Textiliengeschäft - einen Teil der Gebäude-Frontseite hat man vorgebaut auf die jetztige Michael-Kochstrasse. Einige Jahrzehnte mußten die Verkehrsteilnehmer und Fußgänger, Kinder höllisch aufpassen wenn sie vom Gehsteig auf die Strasse stiegen und die Kurz-Hausfassade enlang gingen. Der Verkehr nahm von Jahr zu bis nach dem Ableben der Kruz der Autohändler und Werkstattmeisterbetreib diesen gefährlichen Hausvorbau abri´ß um eine Autohaus hin zubauen. Jetzt steht dort der Zubau der Volksschule. Die mächtigen im 18. und 19 Jahrhundert waren Monachirsten dazu gehörte der Gemeindearzt, der Schuldirektor, der Pfarrer, die Bauern sowie Gewerbetreibende und der Bürgermeister. Der Rest der Dorfbewohner waren einfache großteils ungebildete Handwerker, Taglöhner die für die erwähnte Clique Sozialisten und Atheisten waren die der Unterschicht angehörten.

Autor:

Rudolf Rauhofer aus Mattersburg

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