Das Maß der guten Küche
Ein gelungener Zwiebelrostbraten ist das Maß einer guten Hausmannskost

Die Gastro hat sich in den letzten Jahre in eine andere Richtung bewegt. Die
gute Hausmannsküche ist leider in den Hintergund gerückt. Einige Gastronome überbieten sich mit der Schicki micki Küche. Überhöhter Preis und wenig im Teller = Wertschöpfung. Ich favorisiere die Hausmannsküche und nicht den neuen Trend der sich ausgedehnt hat. Abgehangene Rostbra-
tenscheiben werden platiert (mit der Faust, Platierklopfer) oder mit dem
Fleischhammer behutsam geklopft, den Rand ein bar mal einschneiden, eine Seite bemehlen und überschüssiges Mehl abschütteln, Salzen. In einer Stahlpfanne wird etwas Öl erhitzt (nicht mit höchster Stufe sonst verbrennt das Fleisch und bleibt innen roh) und jetzt wird das Fleisch mit der bemehlten Seite eingelegt. Nach  kurzer Zeit klebt das Fleisch nicht mehr am Pfannenboden und man schaut nach ob die Unterseite Farbe angenommen hat - der Vorgang hat keine Eile. Das Fleisch wird mit einem Löffel oder Fleischgabel hochgestellt damit rund herum der Rand angebraten wird. Die unbemehlte Seite wird mit gedrosselter Temperatur kurz angebraten. Das Fleisch wird aus der Pfanne genommen und in einer Alu-Folie warm gehalten. Überschüssiges Fett, Öl abgiessen und jetzt wird mit reichlich Butter ligiert
(gebunden) und zusätzlich mit heißer Rindsuppe (Suppenwürfel) oder Rotwein aufgegossen - es wird das Safterl hergestellt. Die Herdtemperatur wird voll aufgedreht - Butter und Flüssigkeit werden aufgekocht bzw. einreduziert bis der verbliebene Saft konsistent (dickflüssig) wird. Die Temperatur wird abgedreht das Fleisch kommt erst in die Pfanne wenn die Hitze nachgelassen hat - es soll ja fertig gedünstet werden und nicht gekocht. Deckel drauf und los geht es für ca. 10-15 Min. Die grob geschnittenen Zwiebelringe bemehlen und in einem kleinem Topf oder Kasserolle reichlich Öl stark erhitzen und mit einer Gabel einige Zwiebeleinzelringe in das heiße Öl geben - es dauert nicht lange sobald das Wasser aus den Zwiebeln verdunstet ist beginnen die Zwiebeln zu bräunen, knusprig zu werden. Die fetten Zwiebelringe heraus nehmen und auf auf einem Küchenpapier abtropfen lassen. Der Vorgang wird ein bar mal wiederholt. Der fertige Rostbraten ist gelungen wenn der Fleischkern innen zartrosa  "medium" gegart ist dann ist er saftig. Je nach Geschmack nachwürzen mit Salz und Pfeffer. Der sämige Saft wird auf das Fleisch, auf die knusprigen Zwiebel verteilt. War die Hitze zu stark, die Garzeit zu lang wird das Fleisch durch gegart sein - es ist fest im Biss und trocken. Als Beilage passt ein körnig gekochter leicht gesalzener Reis ( Butterflocken, Zwiebelviertel mit Lorbeerblatt und Nelken macht einen guten Geschmack) dazu gemischter Salat.

Gutes Gelingen
Bon appetit

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