1.657 Menschen im Bezirk ohne Arbeit

AMS GL Markus Plattner erwartet aufgrund des geringen WIrtschaftswachstums keine Entspannung am Arbeitsmarkt.
  • AMS GL Markus Plattner erwartet aufgrund des geringen WIrtschaftswachstums keine Entspannung am Arbeitsmarkt.
  • hochgeladen von Walter Klampfer

BEZIRK. Im vergangenen Jahr ist die Arbeitslosigkeit im Bezirk nach lamnger Zeit wieder gesunken. „Lediglich in zwei Monaten hatten wir mehr Jobsuchende vorgemerkt wie noch 2015“, berichtet Markus Plattner, Geschäftsstellenleiter des AMS Mattersburg, der auf eine erwartet und auch prognostizierte positives Entwicklung zurückblickt.

3,5 Prozent weniger als 2015

Im Jahresdurchschnitt waren im Bezirk 1.429 Personen auf Jobsuche, was einem Rückgang von 3,5 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2015 entspricht. Bei den Schulungsteilnehmern gab es einen geringfügigen Anstieg von 2,4 Prozent auf 228, dies entspricht einem Plus von fünf Personen.

Rückgang bei Männern

Während die Zahl der arbeitslosen Frauen um 1,1 Prozent oder sieben Personen leicht angestiegen ist, ging jene der Männer um 6,7 Prozent oder 58 Personen deutlich zurück.
„Den stärksten Rückgang konnten wir in der Gruppe 15- bis 25-Jährigen verzeichnen, nämlich 23 Prozent. Während 2015 noch 195 bei uns vorgemerkt, befanden sich im Vorjahr 158 auf Jobsuche“, so Plattner, der dies zum Teil auf die positive Entwicklung im Bau- und Baunebengewerbe zurückführt.

Lehrlingsmaßnahme wirkt

Blickt am genauer auf die AMS-Auswertungen sticht ein Wert gans besonders ins Auge: minus 35,1 Prozent bei den 15- bis 19-Jährigen, was laut Plattner unter anderem auf die großen Investitionen in die überbetriebliche Lehrausbildung zurückzuführen sei.

Ab 50 Jahre besonders schwer

Weiterhin schlechter als im Durchschnitt entwickelt sich die Altersarbeitslosigkeit bei Menschen ab 50 Jahre. „Das ist die einzige Gruppe mit einer Zunahme der Arbeitslosigkeit“, erklärt Plattner. 506 Vorgemerkte bedeuten ein Plus gegenüber 2015 von 5,4 Prozent.

Unzureichende Qualifikation

„Ein Hauptproblem beim Anstieg der Über-50-Jährigen ist sicherlich der Produktionssektor. Und hier trifft es, wenn es zu auftragsbedingten Mitarbeiterabbau kommt, zu allererst Personen im Hilfstätigkeitsberich mit geringerer Qualifikation“, weiß Plattner, der betont,
dass im Bereich der Zielgruppenförderung speziell für ältere Arbeitssuchende seitens des AMS viel getan wird, um einen raschen Wiedereinstieg ins Berufsleben zu ermöglichen.

Verweildauer angestiegen

Problematisch sieht Plattner auch den Anstieg der Verweildauer in der Arbeitslosigkeit – das ist die durchschnittliche Dauer bis zu einer neuen Beschäftigung – auf 144 Tage (plus 13 Tage oder 10,1 Prozent).

Skeptischer Blick nach vorne

„Es ist zwar eine Dynamik am Arbeitsmarkt spürbar, dennoch trägt das derzeitige Wirtschaftswachstum noch nicht dazu bei, um allzu entspannt in die nahe Zukunft zu blicken“, bleibt Plattner vorsichtig skeptisch.

Autor:

Walter Klampfer aus Mattersburg

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