95 bewegte Jahre erlebt

In Baumgarten kennt man Frau Wukovits als "Teta Agnjica".
  • In Baumgarten kennt man Frau Wukovits als "Teta Agnjica".
  • hochgeladen von Renate Hombauer

Agnes Wukovits wurde am 24. Dezember 1922 als zweites von fünf Kindern geboren. Sie besuchte acht Jahre lang die Volksschule und ging anschließend "in Dienst" – zunächst zu einem Bauern in Oberpiesting. "Dort musste ich sogar melken", erinnert sich die Jubilarin zurück, "obwohl ich solche Angst vor den Kühen hatte!"

Schlafen im Wartezimmer

Nach etwa einem Jahr übersiedelte Agnes nach Wien und arbeitete dort zunächst bei einer Lehrerin, später bei einem Zahnarzt. Dort musste sie nicht nur kochen, aufräumen und Botenwege erledigen, sondern oft auch in der Ordination aushelfen. "Aber das habe ich gerne gemacht", meint Teta Agnjica schmunzelnd, "daher hat es mich auch nicht gestört, dass ich im Wartezimmer schlafen musste!"
Um mehr Zeit mit ihren Freundinnen verbringen zu können, wechselte Agnes schließlich in eine Fabrik nach Wr. Neustadt. Dort blieb sie allerdings nicht lange, denn ihr Vater hatte andere Pläne für die mittlerweile 21-Jährige: Auf seine dringende Empfehlung heiratete Agnes den 12 Jahre älteren Freund des Vaters – einen "sehr braven Mann" – und blieb fortan zu Hause in Baumgarten.

Bewegtes Leben

Langweilig wurde der fleißigen Frau freilich auch dort nicht. Sie gebar vier Töchter und zog diese mehr oder weniger alleine groß, da ihr Ehemann Stefan oft viele Wochen auswärts arbeiten musste. Als die Mädchen aus dem Gröbsten heraus waren, ging auch Agnes wieder arbeiten – zur Firma Felix, in eine Karton- und in eine Schokoladenfabrik.
Mitte der 1970er-Jahre schlug dann das Schicksal zu: Bei Agnes wurde Lungenkrebs dia-gnostiziert und ein Lungenflügel entfernt. Doch wie durch ein Wunder – und nicht zuletzt dank der liebevollen Pflege durch ihre vier Töchter – wurde Frau Wukovits wieder vollständig gesund.

Kinder sind das Wichtigste

In der Folge blieb Agnes Wukovits zu Hause und widmete sich dem, was sie am liebsten tut: dem Kochen, der Gartenarbeit und – wichtiger als alles andere – der Betreuung ihrer Enkelkinder. Denn: "Am glücklichsten war ich immer dann, wenn die Kinder da waren – für sie habe ich alles liegen und stehen gelassen!"

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen