Interview mit Doris Kastovsky
"Ab jetzt nur noch der Freude nach"

Doris Katovsky ist akademischer Mentalcoach – sie hilft, Freude zurück ins Leben zu bringen.
  • Doris Katovsky ist akademischer Mentalcoach – sie hilft, Freude zurück ins Leben zu bringen.
  • Foto: Kastovsky
  • hochgeladen von Angelika Illedits

Ausgebrannt und erschöpft: Immer mehr Menschen fühlen sich überlastet oder leiden an einem Burnout.

MATTERSBURG. Vergangene Woche verkündete Rudolf Anschober aus gesundheitlichen Gründen seinen Rücktritt als Gesundheitsminister. Er leide an einer bereits seit Monaten andauernden Überbelastung, wie er erklärte. Ähnlich wie Anschober geht es vielen Menschen, die Gründe dafür sind vielfältig – Stress im Beruf, Probleme im Privatleben und auch die Coronakrise tragen ihren Teil dazu bei. Doris Kastovksy, akademischer Mentalcoach, hat mit uns über Mentales Training gesprochen und warum wir wieder zu mehr Freude im Leben finden sollten.

Bezirksblätter: Was ist Mentalcoaching eigentlich?
Doris Kastovsky:
Kurz gesagt ist ein Mentalcoach eine professionelle Begleitperson. Der Kunde gibt vor, wohin es gehen soll und der Mentalcoach begleitet ihn mit verschiedenen Techniken auf diesem Weg. Wichtig ist zu erkennen, dass man selbst derjenige ist, der seinen eigenen Weg bestimmt.

Wie funktionieren solche Mentaltechniken?
Über das limbische System nehmen jedes Wort und jeder Gedanke Einfluss auf die Gefühle und somit auf unsere Stimmung. Das beruht unter anderem auf der analytischen Psychologie und der Verhaltensforschung und ist ein sehr umfangreicher Bereich. Das Mentalcoaching macht insbesondere aus, dass es Techniken und Werkzeuge in die Hand gibt, die auch sofort wirksam sind.
Dabei geht es auch darum, die eigenen, individuellen und persönlichen Grenzen zu erkennen. Jeder kommt an anderen Stellen an seine Grenzen und diese Grenzen sind zu pflegen und zu leben.

Wie läuft das Mentalcoaching ab?
Normalerweise ist es so, dass jemand zu mir kommt und schildert, warum er oder sie unzufrieden ist. Ich erarbeite danach ein persönliches Konzept und gebe wertvolle Methoden mit, mit denen für die richtigen Gedanken und Wörter gesorgt wird. Das ist auch keine reine Gesprächstherapie, es wird nicht laufend gesprochen. Beim Coaching sitzen wir, stehen wir, wir visualisieren, wir gehen mit geschlossenen Augen in eine Situation hinein. Man kann dann sofort sehen, wie die Person anfängt zu lächeln. Genau das ist das Tolle – es ist sofort wirksam. Ich habe Kunden, die können kaum die Stiegen hinaufsteigen, so schwer ist es für sie. Nach jedem Treffen gehen sie wieder normal hinunter – es geht ihnen danach immer besser. Weil wir uns um das Unterbewusstsein kümmern und das macht auch etwas mit der körperlichen Befindlichkeit.
Man muss sich eine winzig kleine Insel vorstellen, auf der gerade einmal ein Stuhl und eine Palme Platz haben. Das ist die Person und das ganze Meer drum herum ist ihr wahres Potenzial. In meiner Arbeit darf ich zeigen und lehren, wie man dort hingreifen kann, wie man lernen kann, die Ressourcen rund um einen wieder zu nutzen.

Wie fühlen Sie sich derzeit?

Warum geht es momentan vielen Menschen so schlecht?
Viele Leute haben das Gefühl, nur noch fremdbestimmt zu sein. Sich der eigenen Selbstbestimmtheit bewusst zu sein, ist aber ganz wichtig. Ich möchte die Menschen dazu bringen, darüber nachzudenken, "Was bin ich und wer bin ich?" und "Was wird versucht, mir von außen einzureden?" Natürlich ist es nicht einfach, der Mensch bleibt ein Mensch und wir sind soziale Wesen, aber man muss auch die guten Seiten sehen. Jetzt lernen Kinder und auch die Erwachsenen, um was es wirklich geht, was wirklich im Leben wichtig ist. Man wollte die Kinder immer fernhalten von der Technik und jetzt sind sie darauf angewiesen, weil es der einzige Weg zum Austausch ist.

Haben Sie noch einen Tipp für die Leser?
Ab jetzt nur mehr der Freude nach! Wir haben alles, was wir brauchen, in uns und jetzt geht es nur noch darum, das zu verwirklichen. Wir haben die Verantwortung uns selbst gegenüber, uns mit einem Lebensfreude-Virus zu infizieren! Also können wir bitte einfach mehr Freude und Zuversicht schenken? Sagen wir einfach "Nein!" zum Schweren. Es geht um die Lebensfreude und die Lebenslust, das ist unser Recht!

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