Droht Willi Wulkafrosch das Aus?

Uschi Zezelitsch mit "ihrem" Willi Wulkafrosch
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  • hochgeladen von Renate Hombauer

Seit August 2010 zeichnet Uschi Zezelitsch als künstlerische Leiterin in der Bauermühle für das Kulturprogramm für Erwachsene und für das von ihr ins Leben gerufene Kinderprogramm "Willi Wulkafrosch" verantwortlich. Nun hat die Mattersburgerin beschlossen, sich neuen Projekten zu widmen, bei denen sie ihr kreatives Potential voll entfalten kann. Die Trennung mit der Bauermühle, deren Haupteigentümerin die Stadtgemeinde Mattersburg ist, erfolgt einvernehmlich.

Kulturelles Konzept
In den fünf Jahren ihrer Tätigkeit hat Zezelitsch vieles erreicht: Aus einem Haus, in dem es bis dahin kaum kulturelle Veranstaltungen und vor allem keinerlei entsprechendes Konzept gab, machte die umtriebige 46jährige mit viel Herzblut und sehr viel persönlichem Engagement eines der wichtigsten Zentren für Kultur in der Umgebung. Zugute kamen ihr dabei nicht zuletzt ihr Name als ORF-Kräuterhexe sowie das damit verbundene Netzwerk. Für ihre herausragenden kulturellen Leistungen in der Bauermühle wurde Zezelitsch im Jahr 2013 mit dem Theodor Kery Stiftungspreis ausgezeichnet.

"Mutter" von Willi Wulkafrosch
Bekanntestes Aushängeschild der Bauermühle ist wohl Willi Wulkafrosch, das beliebte Maskottchen des umfangreichen Kinder-, Familien- und Schulprogrammes. Uschi Zezelitsch darf sich mit Fug und Recht als "Willis Mutter" bezeichnen – stammen doch Idee, Konzept, Ausführung und sogar die Zeichnung des Maskottchens ihrer Feder. Passend dazu schuf die Powerfrau vor drei Jahren einen Gemüse- und Kräutergarten für Kinder, in dem jährlich rund 1.500 Kinder die Grundlagen des naturnahen Gärtnerns kennen lernen.
Daneben hat Zezelitsch in der Bauermühle ein umfangreiches und inzwischen gut etabliertes Kulturprogramm mit Theater, Konzerten, Vorträgen sowie Koch- und Handwerkskursen für Erwachsene aufgebaut.

Stadtgemeinde: Fortführung erwünscht
Eine Fortführung des Kultur- und Kinderprogramms liegt nicht nur Uschi Zezelitsch selbst am Herzen, sondern wird auch von der Stadtgemeinde ausdrücklich gewünscht. „Uschi Zezelitsch war der Motor, ohne den die Bauermühle heute nicht das wäre, als was wir sie kennen. Wir respektieren ihren Wunsch nach einer Neuorientierung, trennen uns im Guten und sind bestrebt, den Kontakt zu Frau Zezelitsch weiterhin aufrecht zu erhalten", betont Mattersburgs Bürgermeisterin Ingrid Salamon. Den Kinderkräutergarten wird es fortan allerdings nicht mehr geben.
Einen passenden Nachfolger zu finden, der nicht nur die künstlerische Leitung des Hauses übernimmt, sondern auch über das entsprechende Know-How verfügt, das Umwelt- und Ökologieprogramm rund um Willi Wulkafrosch in gewohnter Qualität weiterzuführen, wird für die Stadtgemeinde in jedem Fall eine große Herausforderung darstellen.

Autor:

Renate Hombauer aus Mattersburg

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