Jochmann-Preis für Christa Prets
„Ein Vorbild für viele Frauen“

Übergabe des Rosa Jochmann-Preises von LR Astrid Eisenkopf an Christa Prets
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PÖTTSCHING. die Wahl-Pöttschingerin Christa Prets wurde vor kurzem mit dem Rosa Jochmann-Preis für Frauen, Antidiskriminierung und Gleichbehandlung ausgezeichnet.

Europäische Gestalterin

„Auch weil das Jahr 2019 ganz im Zeichen der EU-Wahl steht haben wir uns entschlossen, heuer eine Frau auszuzeichnen, die sich besonders für Gleichberechtigung einsetzt, die aktiv in der EU mitgestaltet und sich den Werten der Europäischen Union verschrieben hat. Auf Christa Prets trifft das zu wie auf kaum eine andere Frau“, so LR Astrid Eisenkopf. Prets sei ein großes Vorbild für viele Frauen, hob Eisenkopf hervor: „Sie hat uns Mut gemacht, uns politisch zu engagieren.“

„Frieden nicht aufs Spiel setzen“

„In Brüssel habe ich gelernt, Politik von einer anderen Seite zu machen – nicht Parteipolitik, sondern Sachpolitik. Denn die wird in Brüssel gemacht, auch wenn es uns kaum jemand glaubt“, so Prets. Unwissen sei so schädlich für die europäische Idee. „Ich wünsche uns allen weiter viel Kraft, uns weiterhin für Europa einzusetzen. In einer globalisierten Welt haben kleine Staaten alleine keine Chance“, mahnte Prets vor nationalen Alleingängen. Das friedliche Miteinander steht und fällt mit der Europäischen Union. „Wenn jeder nur auf sich schaut, setzen wird den Frieden aufs Spiel. Kein Staat würde anderen etwas schenken.“

Politische Karriere

Christa Prets war von 1991 bis 1994 Bürgermeisterin in Pöttsching, von 94 bis 99 Mitglied der Landesregierung, danach zehn Jahre Mitglied im EU-Parlament. Prets setzte sich in ihrer politischen Tätigkeit bis heute für sozial und gesellschaftlich benachteiligte Menschen und Gruppen ein. Der Einsatz für die Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter waren und sind ihr dabei stets wichtig.

Ehrenamt steht an oberster Stelle

Neben dem beruflichen Engagement habe immer das Ehrenamt an oberster Stelle gestanden. Kultur und Bildung, Jugend, Medien und Sport sowie die Regionale Entwicklung bieten ihr bis heute ein breit gefächertes Aufgabenfeld, das sie in zahlreichen ehrenamtlichen Funktionen ausfüllt. So ist Prets Mitglied des ASKÖ-Präsidiums, Mitglied des ASKÖ-Landesverbandes Burgenland, Präsidentin des Behindertensportverbandes oder Obfrau des Vereins „Burg Forchtenstein Fantastisch“ sowie Vorsitzende des Vereins „Ziel 1 = Kunst = Ziel 1“ (Verein zur europäischen und internationalen KünstlerInnenvernetzung).

Einsatz für Minderheiten

Sie setzte sich für Betroffene ein, die im politischen Alltag kaum Gehör fanden“, blickt Laudatorin Kristina Schaberl, ehemalige Mitstreiterin der Europaparlament-Abgeordneten Prets, auf gemeinsame Tage zurück. „Ob im Kampf gegen Frauen- und Kinderhandel oder gegen die Diskriminierung von Minderheiten. Sie setzt sich für Themen, die einem unter die Haut gehen, für Themen, die niemanden kalt lassen, ein.“

„Hat europäischen Geist entfacht“
Christa Prets habe bei ihr und bei vielen anderen „nicht nur den europäischen Geist entfacht. Sie hat uns ermutigt, sich für ein Europa der Offenheit, Toleranz und Akzeptanz einzusetzen“, so Schaberl, die betonte, dass die Preisträgerin „sich nicht nur in den zehn Jahren im Europäischen Parlament für Offenheit, Toleranz und Akzeptanz eingesetzt hat. Sie macht sich nach wie vor für das erfolgreichste Friedensprojekt stark.“

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