"WOW! Women of Wiesen"
Jazz Fest setzt neuen Schwerpunkt auf Künstlerinnen

Jazz-Künstlerin Ida Nielsen, Wiesen Festivals Betreiberin Juliane Bogner und Isabelle Pfeifer von Bella Concerts
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  • Jazz-Künstlerin Ida Nielsen, Wiesen Festivals Betreiberin Juliane Bogner und Isabelle Pfeifer von Bella Concerts
  • Foto: Robin Consult/Andreas Lepsi
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Wiesen legt mit "WOW! Women of Wiesen" am 28. August den Fokus jetzt auf weibliche Jazz-Künstler, um mit außergewöhnlichen Jazzperspektiven zu überraschen und die Frauen in den Mittelpunkt zu stellen.

WIESEN. Das Jazz Fest Wiesen entwickelte sich seit 1976 vom Insidertreffpunkt zum über die Grenzen hinaus bekannten Jazz Highlight. Miles Davis, Ray Charles, Ella Fitzgerald und unzählige weitere Weltstars standen bereits auf der Bühne am Festivalgelände in Wiesen. 2021 setzt Wiesen mit "WOW! Women of Wiesen" einen neuen Schwerpunkt. „Mit unserem Fokus auf Jazz-KünstlerInnen bedient man sich einer wertvollen und unterstützenswerten Nische, die kein heimisches Jazz Festival für sich beansprucht. Das Ziel ist es, wie bereits in den Anfangsjahren mit außergewöhnlichen Jazzperspektiven zu überraschen, die KünstlerInnen wertschätzend zu fördern und neu: die Frauen in den Mittelpunkt zu stellen. Die Kunst und Kultur von Frauen ist vielseitig. Das machen wir beim Jazz Festival Wiesen sichtbar", erklären Juliane und Franz-Peter Bogner, die Betreiber der Wiesen Festivals und Isabelle Pfeifer von Bella Concerts, die die auftretenden Künstler vermittelt hat.

Jazz Fest am 28. August

Bei Women of Wiesen stellt das Jazz Fest am 28. August Künstlerinnen wie Rebekka Bakken, Prince Bassistin Ida Nieslen, Lah & Grey, Barbara Dennerlein, Cyrille Aimée und die Komponistin von Conchita, Lylit auf die Bühne. "Einerseits ist es toll, dass es solche Initiativen wie WOW gibt, da sie ein Bewusstsein für mehr Gleichheit in der Gesellschaft schaffen. Andererseits zeigen sie aber auch, dass es immer noch viel Nachholbedarf für uns Frauen auf diesem Gebiet gibt, denn die wirklich guten Stellen sind meistens von weißen Männern besetzt. Gleichberechtigung wird ohne ein wenig Hilfe von außen nicht von allein funktionieren", stellt Ida Nieslen klar, warum sie ein ausnahmslos mit Frauen besetztes Line-Up unterstützt.

Jazz-Künsterlin Lylit und Juliane Bogner
  • Jazz-Künsterlin Lylit und Juliane Bogner
  • Foto: Robin Consult/Andras Lepsi
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Lylit: "Wir brauchen Quoten"

Auch die österreichische Künstlerin Lylit begrüßt die Idee eines reinen Musikfestivals für Frauen: „Der Anteil auftretender Künstlerinnen bei Musikfestivals ist im Schnitt so gering, dass es vermutlich ohne ein Konzept wie dieses nicht geht. Ich freue mich über die Initiative und darauf, mir mit so inspirierenden Künstlerinnen die Bühne zu teilen. Es gibt so viel Nachholbedarf: Sichtbarkeit, Auftrittsmöglichkeiten, Körperneutralität, Vorbildwirkung durch Sichtbarmachung von Frauen an typisch männlich titulierten Instrumenten, erschwingliche Kinderbetreuung für Musikerinnen auf Tour, Frauenquote in Radio und TV etc. Wir brauchen Quoten, um Veränderung ergo Gleichberechtigung überhaupt möglich zu machen.“

Kristin Lash: "Im Jazz muss man wirklich hart arbeiten"

Ein wenig anders sieht das Kristin Lash von Lash & Grey: „Zum Glück ist uns in unserem Musikerinnenalltag noch keine Diskriminierung begegnet. Das liegt wohl auch daran, dass es im Jazz immer darum geht, etwas Frisches und Neues zu schaffen und dem Publikum diese Innovationen fühlen und entdecken zu lassen. Im Jazz muss man, um erfolgreich zu sein, wirklich hart arbeiten. Daher glauben wir nicht, dass das Publikum zwischen Frauen und Männern unterscheidet, wem es seine Aufmerksamkeit schenkt.“

Kristin Lash & Jacob Grey mit Juliane Bogner
  • Kristin Lash & Jacob Grey mit Juliane Bogner
  • Foto: Robin Consult/Andreas Lepsi
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Weitere Infos & Tickets

Tickets für "WOW! Women of Wiesen" gibt es online auf oeticket.com und allen Ö-Ticket-Vorverkaufsstellen, auf ntry.at und direkt am Festivalgelände Wiesen unter der Ticket-Hotline: 02626 81815 36. Weitere Infos unter wiesen.at.

Künstlerinnen-Portraits

Jazz-Künstlerin Ida Nielsen
  • Jazz-Künstlerin Ida Nielsen
  • Foto: Robin Consult/Andreas Lepsi
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Ida Nielsen: die Bass-Prince-ssin
Ida Nielsens Leben wurde auf den Kopf gestellt, als Musiklegende Prince sie im August 2010 entdeckte. Kurz darauf trat sie seiner Band bei und begann mit ihm und „The New Power Generation“ sowie der vierköpfigen Powerhouse-Rockband „3rdeyegirl“ zu touren. Sechs Jahre lang war sie Teil seiner Bands. Sie beschreibt das Spielen mit Prince als „ein riesiges Geschenk und als die magischste musikalische Reise aller Zeiten und eine ständige Lernerfahrung jenseits aller Vorstellungskraft“. Nach den Jahren bei Prince konzentrierte sich Ida auf ihre Solokarriere.
Ida und ihre Band „the Funkbots“ liefern eine energiegeladene Funk-Show voller guter Vibes, tighter Grooves und subtiler Verweise auf ihren ehemaligen Lehrer und Mentor Prince.
Die Künstlerin wurde bei der jährlichen Music Radar-Umfrage 2019 unter die Top 10 der Bassisten der Welt gewählt (zusammen mit den Bassisten Stanley Clarke & Victor Wooten).

Rebekka Bakken
Wenn Rebekka Bakken die Bühne betritt, verwandelt sich der Konzertsaal in einen energiegeladenen Ort. Wenn sie die ersten Töne ihres Bechstein-Flügels kitzelt, dann führen diese tief in die Gefühlswelt einer ebenso sensiblen wie unterhaltsamen Künstlerin. Und wenn sie mit ihrer kristallklaren, stets präzisen Stimme ihre kraftvollen Songs in die Halle schickt, kann sich ihrem Bann niemand entziehen.

Barbara Dennerlein
Barbara Dennerleins CDs wurden mit Auszeichnungen, mehrfach mit Jazz Awards und dem Preis der deutschen Schallplattenkritik bedacht. Ihr Album "Take Off" erreichte sogar Platz 1 der Jazz-Charts und wurde als meistverkauftes Jazz-Album gefeiert. Barbara Dennerlein gehört zum Kreis der wenigen deutschen Künstler mit internationaler Reputation. Sie präsentiert sich auf ihren Veröffentlichungen und in ihren Konzerten als kompetente Vertreterin einer neuen Generation von Jazz-Musikern und wurde dadurch zur Protagonistin ihres Instrumentes, der legendären Hammond B 3 und der Pfeifenorgel.

Cyrille Aimée
Die Grammy-nominierte Künsterlin Cyrille Aimée wagte sich vom Singen an Straßenecken in Europa zu einem schillernden Publikum bei den renommiertesten Jazzfestivals der Welt. Unter unzähligen Auszeichnungen gewann Aimée den Montreux Jazz Festival Vocal Competition und den Sarah Vaughn International Jazz Vocal Competition. Als Schauspielerin spielte Aimée zusammen mit Bernadette Peters in einem Stephen Sondheim-Tribut im New Yorker City Center, was sie dazu inspirierte, tiefer in Sondheims Repertoire einzutauchen. Sie hat ihre Geschichte in Meisterkursen, einem TEDx-Vortrag und einigen Ansprachen auf der Konferenz für Weltangelegenheiten geteilt.

Kristin Lash & Jakob Grey
  • Kristin Lash & Jakob Grey
  • Foto: Robin Conuslt/Andreas Lepsi
  • hochgeladen von Angelika Illedits

Lash & Gray
Kristin Lash & Jakob Gray gehören zu den herausragendsten jungen Persönlichkeiten der slowakischen Musikszene. Durch leidenschaftlichen und gefühlvollen Gesang, begleitet von verletzlichen Texten, hellen Harmonien und massiven Pop-Hooks, haben sie sich einen Namen gemacht. Sie traten bei den größten slowakischen Musikfestivals vor Weltstars wie Stanley Clarke oder Candy Dulfer auf. 2019 gewannen sie den Wettbewerb Bratislava Jazz Days für junge Künstler und den Wettbewerb JazzStartUp 2019. Ihre musikalische Vielseitigkeit wird dadurch bestätigt, dass sie das gesamte Album selbst arrangiert und produziert haben. 

Jazz-Künstlerin Lylit
  • Jazz-Künstlerin Lylit
  • Foto: Robin Conuslt/Andreas Lepsi
  • hochgeladen von Angelika Illedits

Lylit
Die Innviertler Sängerin Lylit startete ihre Karriere wie aus dem Bilderbuch: in New York City nimmt sie der ehemalige Boss von Motown Records unter Vertrag. Damit ist sie in den Reihen großer Musikerinnen wie Erykah Badu. In den USA wird ihre Musik zur Single der Woche bei iTunes. Nach einer turbulenten Zeit kehrte sie nach Österreich zurück und hat inzwischen das neue Album von Conchita Wurst geschrieben.

Stella Jones
Stella Jones ist die Tochter des Bebop-Trompeters Carmell Jones und der Fluxus-Künstlerin & Blues- Sängerin Christine Jones. Die gebürtige Berlinerin wuchs umgeben von namhaften Künstlern auf, begann mit fünf Jahren Klavier zu spielen und gab mit sieben Jahren ihr erstes öffentliches Konzert auf der Bühne. Sie trug den Titel „Miss Black Voice“ und ist als Jazz-, Pop-, Funk- & Soul- und Gospelsängerin bekannt. Sie arbeitet mit internationalen Stars wie Helene Fischer, Otto Waalkes, Katrina & The Waves, Taylor Dayne, Maceo Parker, Gloria Gaynor, Nina Hagen, Marianne Faithful, Omara Portuondo, Chaka Khan, The Duke Ellington Orchestra, VSOP, Wolfgang Ambros, Rainhard Fendrich, Count Basic, Bill Ramsey, Udo Jürgens und viele mehr. Stella Jones vertrat Österreich beim Eurovision SongContest 1995.

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