Bezirk Mattersburg
Noroviren: bereits vier betroffene Gemeinden

BEZIRK MATTERSBURG. Nachdem sich der Verdacht auf Noroviren in der Volksschule Draßburg in der Vorwoche bestätigte, blieb es bei der Verbreitung des Virus nicht bei diesem Fall. Am Montag musste die NMS Schattendorf geschlossen werden, am Dienstag blieben auch die Schultüren der NMS Schattendorf geschlossen. Nun bestätigte Bezirkshauptmann Werner Zechmeister auch eine Weiterverbreitung auf den Kindergarten in Neudörfl.

Äußerst ansteckend

„Noroviren sind äußerst ansteckend. Schon kleine Keimmengen genügen, um andere Personen zu infizieren“, erklärt der Bezirkshauptmann, warum innerhalb kurzer Zeit sehr viele Personen angesteckt werden können. „Deswegen ist es am besten, Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen oder Kindergräten zu schließen und einer Desinfektion zu unterziehen. Wobei die Anordnung der Schließung vom Bürgermeister als örtliche Gesundheitspolizei erfolgen muss“, klärt Zechmeister auf.

Verbreitung verhindern

Aufgabe der Bezirkshauptmannschaft ist es, die Weiterverbreitung zu verhindern. „Konkret bedeutet das, erkrankte Personen zu isolieren – also von Schule oder Kindergarten nach Hause zu schicken bzw. zu Haue zu lassen. Nach Ende der Symptome wie Erbrechen oder Durchfall bleiben die Erkrankten noch zwei Tage daheim“, erklärt Zechmeister. „Die Ansteckung erfolgt über Tröpchen. Diese sind nach dem Erbrechen zahlreich in der Luft, aber auch auf Gegenständen wie Türklinken, die von Erkrankten berührt werden.“

Viele Kinder betroffen

In Draßburg sind bis auf ein Kind bereits am Montag wieder alle gesund in der Schule gewesen. Von der Gemeinde wurden zur Sicherheit die Eltern nochmals informiert und erhielten Hinweise auf Hygienemaßnahmen. Einen Zusammenhang der Erkrankungen hält. Draßburgs Bürgermeister Christoph Haider für wahrscheinlich: „In Familien geht ein Teil der Kinder in Draßburg, ein anderer Teil in Schattendorf in die Schule.“ In der NMS Schattendorf sind 90 Kinder von der Schulschließung betroffen, in Mattersburg sind es 360, die die Schule nicht besuchen dürfen – rund ein Dutzend Schüler war erkrankt heißt es aus dem Rathaus.
Weil es nur einen Landesdesinfektor gibt und die Desinfektion Zeit benötigt, bleibt die NMS Matterburg laut Stadtgemeinde die gesamte Woche geschlossen. In der NMS in Schattendorf waren sieben bis acht Personen zwei Tage mit der Desinfektion beschäftigt. Am Freitag wird die Schule, die vier Krankheitsfälle vermeldete, laut Bgm. Johann Lotter wieder geöffnet.

Kommunikation funktioniert

Die Kommunikation habe in den Einrichtungen sowohl in Draßburg als auch in Schattendorf einwandfrei funktioniert. „Sowohl mit den betroffenen Gemeinden als auch mit dem Landesdesinfektor, der Landessanitätsdirektion“, so Zechmeister.

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