„Nur die Wenigsten nehmen Kassbon mit“

Gastronom Joe Bauer hält die Registriekassenpflicht für absolut unnötig.
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BEZIRK. Seit Einführung der Registrierkassenpflicht mit Jahresbeginn, muss den Kunden für jeden Kauf ein Beleg ausgehändigt werden, den sie bis vor die Ladentür mitnehmen müssen. Zudem haben sie im Fall einer Kontrolle eine Mitwirkungspflicht. Sanktionen für Kunden, die die Rechnung verweigern, gibt es aber keine.

Übergangsfrist bis 31. 3. 2016

Da bis 31. März 2016 eine Übergangsfrist eingeräumt wurde, gibt es keine finanzstrafrechtlichen Verfolgungen oder Bestrafungen, wenn man jetzt noch keine Registrierkasse hat.
„Kosten schmerzen schon“
Dennoch bleibt den Unternehmern die Investition in das neue Kassensystem nicht erspart, wie auch Erdal Cosar, Obst- und Gemüsehändler in Mattersburg, berichtet. „Ich habe zwar noch keine Ahnung was für ein Mehraufwand künftig auf mich zukommt, aber es ist schon ok, obwohl die 3.200 Euro Investitionskosten natürlich schmerzen“, so Cosar, der seine neue Kasse Ende Jänner bekommt und hinzufügt: „Für die Kunden könnte es etwas mühsam werden, da oftmals mehrere unterschiedliche Produkte gekauft werden und ich alles einzeln eingeben muss.“

„Ärgerlich und unnötig“

Der Mattersburger Gastronomen Joe Bauer bezeichnet den Mehraufwand durch die Registrierkassenpflicht als blanken Horror: „Die ganze ‚Zettelwirtschaft‘ ist nicht nur völlig unnötigt, sondern auch nicht besonders umweltfreundlich. Außerdem nimmt beinahe niemand den Kassabon auch tatsächlich mit.“
„Die ständig neuen Auflagen lassen sich finanziell beinahe nicht mehr stemmen und es kommt zuwenig Unterstützung seitens unserer Interessensvertretung“, ärgert sich der Chef von drei Lokalen.

„Unnötige Papierberge“

Die Regiestriekassenpflicht findet Trafikant Claudio Datlinger grundsätzlich für gut, schränkt allerdings ein: „Die verpflichtende Bonausgabe ist jedoch absoluter Schwachsinn, da sie ohnehin so gut wie niemand mitnimmt. Das ist unnötige Papierverschwendung und es entstehen Papierberge, die wir täglich entsorgen müssen.“

„Fehlende Sinnhaftigkeit“

„Die Handhabung der neuen Kassa ist zwar benutzerfreundlicher als von mir befürchtet, aber bei einem 50 Cent Produkt ist die Sinnhaftigkeit eines Kassabons zu hinterfragen, wobei ohnehin nur die Hälfte unserer Kunden diesen auch wirklich mitnimmt“, so Ilse Kalinger vom „Fair Trade Shop“ in Mattersburg.

Autor:

Walter Klampfer aus Mattersburg

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