In Würde altern im Burgenland
Wenn die Demenz dann plötzlich Thema wird

Jeder möchte bis ins hohe Alter selbstständig sein, zu Hause leben, gesund sein oder zumindest angemessen gepflegt werden.
  • Jeder möchte bis ins hohe Alter selbstständig sein, zu Hause leben, gesund sein oder zumindest angemessen gepflegt werden.
  • Foto: sabinevanerp/pixabay
  • hochgeladen von Angelika Illedits

In Würde altern – ein Wunsch, den wohl jeder Mensch hegt. Ein Grund für Pflegebedarf: die Demenz.

BURGENLAND. Mit Würde dem Altern zu begegnen bedeutet auch, dass jeder Mensch das Recht hat, selbstständig zu leben und Entscheidungen zu treffen, solange er dazu in der Lage ist. Doch was, wenn das nicht mehr möglich ist?

Wer die Phrase hört, denkt meist an die Zustände in Pflegeheimen, an Inkontinenz, an Schwerhörigkeit oder gar an Demenz. Natürlich möchte man sein Leben bis ins hohe Alter so selbstständig wie irgend möglich zu Hause leben. Man möchte gesund sein. Gerade bei Demenzpatienten und deren Angehörigen ist der Wunsch, zu Hause, mittels mobiler Pflege, versorgt zu werden, oft sehr stark.

Heimhilfe oder mobile Pflege

Die Betreuung und Pflege in den eigenen vier Wänden kann mittels mobiler Pflegedienste meist adäquat gewährleistet werden. Die Möglichkeiten reichen von der Heimhilfe, die stundenweise im Haushalt unterstützt, bis hin zur mobilen Krankenschwester und Essen auf Rädern. Es gibt unzählige Betreuungsangebote, die temporär oder dauerhaft beansprucht werden können.

Seniorentagesbetreuung

Um pflegende Angehörige zu entlasten, bietet das Burgenland die Möglichkeit der Seniorentagesbetreuung. Hier werden alte und pflegebedürftige Menschen, die den Alltag nicht mehr alleine bewältigen können, betreut. Das Angebot richtet sich an jene, deren Versorgung zu Hause an Werktagen bereits problematisch geworden ist und für die der ambulante Dienst nicht mehr ausreicht, eine stationäre Pflege aber noch nicht notwendig ist.

Wenn zu Hause nicht mehr geht

Die stationäre Pflege eines Demenzpatienten wird meist ins Auge gefasst, wenn die Angehörigen die häusliche Pflege und Betreuung nicht mehr bewältigen können. Für die Unterbringung von Demenzpatienten gibt es verschiedene Möglichkeiten, die in Frage kommen. So kann der Betroffene in einer betreuten Wohngemeinschaft oder einem Pflegeheim untergebracht werden.

Finanzierung des Heimplatzes

Entscheidet man sich zu einer Unterbringung in einem Pflegeheim, werden zur Begleichung der Heimkosten Pflegegeld, Pension oder Rente und das sonstige Einkommen des Pflegebedürftigen herangezogen. Wer seinen Heimplatz so finanzieren kann, ohne dass die öffentliche Hand die Heimunterbringung mitfinanzieren muss, kann die Aufnahme direkt mit dem Heim vereinbaren.

Antrag auf Unterstützung

Reicht das Einkommen zur Deckung der Heimkosten nicht aus, kann bei der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde – Bezirkshauptmannschaft oder Magistrat – ein Antrag auf Sozialhilfe gestellt werden. Eine Heimunterbringung kommt in solchen Fällen nur in Frage, wenn eine entsprechende Pflege zu Hause, durch ambulante Betreuungsformen, nicht mehr gewährleistet werden kann. In einem amtsärztlichen Gutachten wird dies festgestellt.

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