Einstellung der „Aktion 20.000“ umstritten

AMS-Mattersburg Leiter Markus Plattner und SP-Bezirkschef Christian Illedits zeigten sich zu Jahresende noch optimistisch.
  • AMS-Mattersburg Leiter Markus Plattner und SP-Bezirkschef Christian Illedits zeigten sich zu Jahresende noch optimistisch.
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  • hochgeladen von Walter Klampfer

BEZIRK MATTERSBURG. Die Arbeitsmarktdaten aus dem November bilden die erneute Entspannung auf dem burgenländischen Arbeitsmarkt deutlich ab, so auch im Bezirk Mattersburg. Die Zahl der Arbeitslosen sank hier zuletzt um -7,9 Prozent, im Bereich der unter 24-Jährigen um -20 Prozent.

Erfreuliche Entwicklung

„Besonders erfreulich ist der Rückgang der Arbeitslosigkeit bei den über 50-Jährigen um -3,2 Prozent“, kommentiert SP-Bezirksparteivorsitzender Landtagspräsident Christian Illedits die Statistik und hoffte zu Jahresende noch auf einen positiven Impuls durch die Aktion 20.000 im neuen Jahr.

Unterstützung vom Bund

Diese zielt darauf ab, Langzeitarbeitslose in dieser Alterskategorie wieder in Beschäftigung zu bringen. Während sie gemeinnützige Tätigkeiten in Vereinen oder Hilfsorganisationen übernehmen, übernimmt der Bund die Lohnkosten.

Aus für Aktion 20.000

Die neue ÖVP-FPÖ-Regierung hat jedoch am Neujahrstag die Aktion 20.000 für ältere Arbeitslose mit Ende 2017 ausgesetzt, Anträge sind somit nicht mehr möglich.

„Schade um Aktion“

„Ich bedauere das Aussetzen des Programmes. Aber die Politik hat so entschieden und es steht ihr frei neue Schwerpunkte zu setzen“, zeigt sich AMS-Mattersburg Chef Markus Plattner wenig begeistert.

100 neue Arbeitsplätze

„Mit der Aktion hätten im Bezirk knapp 100 zusätzliche Arbeitsplätze bei gemeinnützigen Beschäftigungsträgern finanziert werden sollen – zusätzliche Arbeitsplätze für Personen, deren Wahrscheinlichkeit wieder einen Job zu finden, sehr niedrig ist. Arbeit ist für viele Menschen sinnstiftend, fördert die Einbindung und Teilhabe an der Gesellschaft und stärkt das Selbstwertgefühl“, erläutert Plattner.

Förderzusagen einhalten

Bis Ende Dezember gab es beim AMS Mattersburg bereits Anmeldungen für diese Aktion und auch Zusagen für 17 Personen. „Dem AMS ist es wichtig, ein verlässlicher Partner zu sein. Wir werden diese konkreten Förderzusagen einhalten“, versichert Plattner.

Reges Interesse vorhanden

Im November 2017 fand mit 35 Vertretern aus Gemeinden, Vereinen und anderen gemeinnützigen Beschäftigungsträgern ein Informationsworkshop in der Bauermühle in Mattersburg statt. „Mit sehr viel Kreativität und Begeisterung haben die Teilnehmer Ideen entwickelt und sich vernetzt. Das Interesse war groß und die Rückmeldungen sehr positiv“, bestätigt Mattersburgs AMS-Geschäftsstellenleiter das rege Interesse.

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