22.05.2017, 20:36 Uhr

Unsere Jubilare: Josef und Wilhelmine Kremser aus Wiesen

1957 schlossen die beiden in Maria Schutz den Bund fürs Leben.

Josef und Wilhelmine Kremser aus Wiesen feierten vor kurzem das Fest der Diamantenen Hochzeit

Josef und Wilhelmine Kremser kennen einander schon "seit immer", wie sie beide sagen, gefunkt hat es allerdings erst gegen Ende von Josefs Lehrzeit, als sie einander beim Tanzen näher kennenlernten.
Als die beiden vor sechzig Jahren Hochzeit feierten, war er 21 und sie 20 Jahre und zwei Tage alt. Die Hochzeit fand, wie es damals Mode war, in Maria Schutz statt – mit dabei waren allerdings, ganz entgegen den heutigen Sitten, nur die beiden Beistände und die Väter der Brautleute.
Die Mütter blieben daheim und kochten für das anschließende Hochzeitsfest, das in ganz kleinem Kreise daheim gefeiert wurde. Ein weißes Hochzeitskleid, Musikunterhaltung oder eine Hochzeitsreise – alles Selbstverständlichkeiten, ohne die eine Hochzeit heute nicht denkbar wäre – gab es nicht.

Bescheiden, aber zufrieden

Was folgte, war ein Leben in großer Bescheidenheit. Gemeinsam bauten Josef und Wilhelmine das Lebensmittelgeschäft, das Josefs Vater für die beiden gebaut hatte, auf und sicherten sich so mit viel Fleiß und Arbeit ihre Existenz. Bald nach der Hochzeit wurde Sohn Josef geboren, im Jahr darauf Tochter Margit, und zehn Jahre später – im Jahr 1968 – erblickte Nachzüglerin Sonja das Licht der Welt. "Es war eine schöne, aber auch schwere Zeit", erinnert sich die Jubilarin Wilhelmine Kremser zurück. Gearbeitet habe man viel, aber man habe es immer gern gemacht, denn "der Kontakt mit den Menschen, das kleine Tratscherl beim Greißler, das es in dieser Form heute gar nicht mehr so gibt, das war immer schön".

Wie am ersten Tag

Schön war auch die Zeit mit den Kindern, die vielen gemeinsamen Ausflüge an den Wochenenden und das traute Familienleben. Absolut bemerkenswert ist eine Tatsache, die auch Tochter Sonja bestätigt: Gestritten wurde im Hause Kremser nie. Das hat sich bis heute nicht verändert: "Wir sind zwar schon alte ‚Narren’, aber ansonsten ist es noch immer genauso schön wie früher", versichert Josef Kremser und legt dabei liebevoll den Arm um seine Frau. Und sie ergänzt: "Es muss einfach jeder ein bisschen zurückstecken und nicht jedes Wort auf die Waage legen" – ein Grundsatz, der leider so manchem Ehepaar der heutigen Zeit ein wenig verloren gegangen ist...

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