06.12.2017, 13:04 Uhr

Ein City-Bus für Mattersburg

Erste Diskussionen über ein Mattersburger Mikro ÖV-System. In Eisenstadt funktioniert der Stadtbus sein einem Jahr (Foto: Tscheinig)

Stadtbudget enthält 40.000 Euro für ÖV-System – umliegende Gemeinden sollen eingebunden werden

MATTERSBURG/PÖTTELSDORF/ROHRBACH. Vor einem Jahr, am 11. Dezember 2016, wurde der Eisenstädter Stadtbus seiner Bestimmung übergeben und hat sich in der Landeshauptstadt mit rund 1.000 Fahrgästen bestens etabliert.

„Der Wille ist vorhanden“

Nun ist auch ein City-Bus für Mattersburg im Gespräch. „Als Umweltgemeinde haben wir in diesem Bereich schon sehr viel gemacht. Ein Stadtbus wäre ein neuer Meilenstein“, so Bgm. Ingrid Salamon. „Diese Richtung wollen wir auch weiterhin forcieren, deswegen wurden auch 40.000 Euro für dieses Projekt budgetiert“, erklärt die Stadtchefin, dass Wille vorhanden ist und das Projekt nun ausgearbeitet wird.

ÖVP unterstützt Maßnahme

Erfreut davon zeigt man sich auch in der Stadt-ÖVP. „In Eisenstadt funktioniert dieses Projekt hervorragend. Nun springt auch die Stadt Mattersburg auf das Projekt Stadt-Bus auf und beginnt damit die lang erwarteten Aktivitäten für die Innenstadt. Wir unterstützen diese Maßnahme, wenn es als Kooperations-Projekt umgesetzt wird: Es gibt zusätzliche Fördergelder für ein Bus-Projekt, das mit weiteren Gemeinden aus dem Bezirk Mattersburg realisiert wird“, betont Bezirksparteiobmann Christian Sagartz.

Schuber: „Es braucht ein Konzept“

Ebenso ist es auch geplant. Anders als in Eisenstadt, wo Busse auf drei Linien ihre Schleifen durch die Stadt ziehen, sollen in Mattersburg auch die Umlandgemeinden mit eingebunden werden. Diese zeigen sich für das Projekt, das jedoch noch in den Kinderschuhen steckt, zumindest gesprächsbereit. „Eine klare Antwort, ohne ein Konzept zu kennen, wäre unseriös“, erklärt Rainer Schuber, Bürgermeister in Pöttelsdorf. „Prinzipiell ist nichts uninteressant, wenn es einen Mehrwert für die Bevölkerung hat. Es kommt natürlich auf die Rahmenbedingungen an“, so der Ortschef, für den ein eigenes Mikro-ÖV-System in der Gemeinde nicht zur Debatte steht. „Wir fördern die Taxi-Gutscheine. Ein Bus für 730 Einwohner ist nicht realistisch, da ist die Suppe teurer als das Fleisch“, so der Ortschef.

Schmidt: „Ich arbeite an ÖV-System“

Anders trägt es sich in Rohrbach zu, wo Bürgermeister Günter Schmidt bereits erste Recherchen zu einem eigenen Gemeinde-Shuttle vorgenommen hat. „Nicht alle Bewohner in Rohrbach sind mobil, der Weg vom einem zum anderen Dorfende ist für viele beschwerlich. Da will ich mehr Service bieten“, spricht Schmidt punktuelle Besuche bei Nahversorger, Arzt oder Apotheke an. 
Türen will er auch hinsichtlich eines gemeinsamen Projekts keine verschließen: „Vielleicht gibt es die Möglichkeit, das mit einem Stadtbus unter einen Hut zu bringen, vielleicht ist auch eine zweigleisige Lösung möglich“, so der Bürgermeister, der jedoch ebenfalls auf ein Konzept warten muss. „Prinzipiell ist für die Gemeinde alles gut, wenn es den Einwohnern hilft und finanziell machbar ist“, so Schmidt abschließend.
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