02.06.2017, 08:37 Uhr

Interview Ewald Tatar

(Foto: Maria Kanizaj)
FORCHTENSTEIN (chriss). Er ist der Mr. Festival von Österreich. Fast bei jedem Konzert arbeitet er mit seinem Team mit. Die Rede ist von Ewald Tatar aus Forchtenstein, dem Erfinder des Nova Rock in Nickelsdorf. Den BEZIRKSBLÄTTERN gab er kurz vor der Festivalsaison ein Interview über seine Anfänge als Veranstalter, seine Wünsche an die Zukunft und über seine Festivalzeit.

BEZIRKSBLÄTTER: Wie bist du ins Musikgeschäft eingestiegen?
EWALD TATAR: Das war grundsätzlich ein hineinschlittern in die Musikszene und nicht geplant. Ich war im Jazz Pub Wiesen als DJ unterwegs und habe dann bei den ersten Konzerten und Festen in Wiesen als Fahrer für Musiker, Plakatierer und Mädchen für alles gearbeitet. Nach einiger Zeit wurde ich dann gefragt, ob ich nicht Programmintendant von Wiesen werden möchte. Und ich habe angenommen.

Was waren deine ersten Schritte als Veranstalter?
Mein großer Durchbruch war mit Sicherheit das Aero Drome in Wr. Neustadt. 2005 war der Beginn des Nova Rock in Nickelsdorf, das bis heute mein erfolgreichstes Festival ist. Ich bin froh, mein Hobby zum Beruf gemacht zu haben. Manchmal fühle ich mich so, als wäre ich ein Fußballer, jedoch kann ich länger meinen Job ausüben.
Gibt es Schattenseiten als Manager von Konzerten und Musikfestivals?
Natürlich, die hat jeder im Berufsleben. Es ist nicht immer alles Sonnenschein, aber ich möchte mit keinem tauschen.

Seit zwei Jahren ist Wiesen für dich Geschichte. War es ein Verlassen mit einem weinendem Auge?
Wiesen ist Geschichte, der Vertrag wurde nicht verlängert. Ich habe neue Locations für meine Festivals gefunden.

Kommen wir zurück zum Nova Rock: Auf was freust du dich am meisten, wenn du an das Festival auf den Pannonia Fields II denkst?
Dass alles nach Plan läuft und die Besucher ein unvergessliches Festival erleben. Ich bin nicht der typische Besucher eines solchen Festivals. Viel mehr muss ich darauf achten, dass alles ruhig und professionell abläuft. Wenn ich ein paar Lieder von ein bis zwei Konzerten erlebe, ist es viel.

Als Veranstalter von Festivals ist die größte Auszeichnung ein ausverkauftes Haus. Wenn dazu noch Größen wie die Rolling Stones mit dir zusammenarbeiten, ist man am Olymp angekommen?
Ja, definitiv. Es ist eine Ehre, dass ich von den 13 Shows, die sie spielen werden, eine ich organisieren darf. Mittlerweile ist es mein zweites Konzert mit den Rolling Stones. Ich wüsste nicht, welche Legende einen größeren Stellenwert als diese Band hat.

Wo laufen die Fäden für die Konzertorganisation zusammen?
Ich sitze meist in Mattersburg, meine Kollegen in Wien. Wir veranstalten im Jahr 400 Konzerte. Da wird einem nicht langweilig.

Was wünscht du den Besuchern, die deine Festivals im heurigen Jahr besuchen?
Eine lässige Zeit und eine coolen Festivalsommer.
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