19.10.2016, 08:00 Uhr

Spaziergang mit dem Dressurreiter

Der kleine Park vor dem Dorfbrunnen im Zentrum von Sieggraben ist einer von Gmosers Lieblingsplätzen. (Foto: Renate Roth)

Der mehrfache WM- und Olympiateilnehmer Peter Gmoser zeigte den Bezirksblättern "sein" Sieggraben.

SIEGGRABEN (rr). Der gebürtige Grazer Peter Gmoser ist in Sportkreisen kein Unbekannter: Zweimal nahm der Sport- und Dressurreiter an den Olympischen Spielen teil, dreimal an der WM.
Schon im zarten Alter von fünf Jahren entdeckte Gmoser die Liebe zum Reiten, blieb diesem Sport während seiner Jugend treu und brach schließlich sein Jus-Studium ab, um sich fortan ganz seiner großen Leidenschaft zu widmen. Nach einem Jahr an der Wiener Hofreitschule erstand er schließlich im Alter von 23 Jahren ein weitläufiges Gehöft an der Kuppe des Sieggrabener Sattels, das er seitdem als "Reitstall Pannonia" erfolgreich leitet.

Reitstall mit Aussicht

Dieser Reitstall und seine Umgebung, so Gmoser, zählen auch zu seinen absoluten Lieblingsplatzerln in seiner neuen Heimat. Das ist nicht weiter verwunderlich: Von den Wiesen, die den Stall umgeben, genießt man einen wunderbaren Fernblick über das gesamte Nordburgenland in die eine und über das mittlere Burgenland und die Bucklige Welt in die andere Richtung. Auch der Hof selbst hat eine wunderbare Aura: Aus den Fenstern im Hof lugen zufriedene Pferde hinaus, unter den Mitarbeitern herrscht eine angenehme Atmosphäre, und Hofhund Hexi scheint der heimliche Chef am Gehöft zu sein. Ein absoluter Wohlfühlplatz, den auch die derzeit rund 30 eigenen und eingestellten Pferde, die zahlreichen Schüler Gmosers und nicht zuletzt seine Lebensgefährtin Belinda, selbst ausgesprochen erfolgreiche Dressurreiterin, überaus zu schätzen wissen.

Sieggraben City

Doch auch im Dorf selbst hat Peter Gmoser sein Lieblingsplatzerl – oder eigentlich vielmehr seine Lieblingsgegend: "Sieggraben City", wie er das Zentrum seiner Wahlheimat von der Kirche bis hin zur Jugendstil-Volksschule nennt, hat es dem Sportler angetan. "Hier spielt sich auf nur wenigen Metern alles Wichtige in Sieggraben ab", so Gmoser. "Von der Kirche über das Gemeindeamt, die Schule und die Bank findet man hier alles, was ein Dorf ausmacht."

Charmanter Dorfbrunnen

Am allerliebsten hat Gmoser jedoch das Platzerl vor dem Brunnen mitten im Dorf, errichtet vom Lackenbacher Keramiker Friedrich Rosner. "Dieser Brunnen hat irgendwie einen ganz besonderen Charme", so Gmoser. "Und besonders in den letzten Monaten, seit eine Flüchtlingsfamilie in Sieggraben Einzug gehalten hat und sich gerne hier vor dem Brunnen aufhält, wird dieser Platz mit neuem Leben erfüllt – und das gefällt mir!"
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