18.11.2016, 12:30 Uhr

Winzer mit Qualität des Jahrgangs 2016 sehr zufrieden

Rainer Kurz schwärmt von der Qualität des 2016ers.

"Geringe Menge mit Top-Qualität"

BEZIRK. Der Frost im heurigen Frühjahr richtete in den Weingärten massive Schäden an. Die Weinbauern haben bis zu 70 Prozent Ernteeinbußen zu verzeichnen. Die Bezirksblätter fragten bei den Winzern nach, welche Auswirkungen der Frost auf den heurigen Jahrgang tatsächlich hatte.

70 Prozent Ernteausfall

In der Domaine Pöttelsdorf konnte nur 30 Prozent der üblichen Ernte eingefahren werden, der Rest fiel dem Frost zum Opfer. „Die meisten Rieden und Lagen waren betroffen. Besonders Blaufränkisch und Zweigelt waren bei uns sehr in Mitleidschaften gezogen“, so Kellermeister Rainer Kurz, der in den vergangenen 40 Jahren keinen Frost in dieser Intenstität erlebt hat.

Hervorragende Qualität

Mit der Qualität des heurigen Weines ist Kurz jedoch sehr zufrieden. „Im August war es zwar noch nicht absehbar, aber der ‚Altweibersommer‘ hat noch für eine hervorragenden 2016er Jahrgangs gesorgt“, so der langjährige Kellermeister, der das Jahr 2016 abhackt und mit Optimismus in die Zukunft blickt: „Gegen die Witterung bist du machtlos, aber ich hoffe auf ein ‚normales‘ Jahr 2017.“

„Ausfälle schmerzen“

Auch im Weingut Pannonia Migsich in Antau blickt man mit einem weinenden Auge auf das Jahr 2016 zurück. „Der 65-prozentige Ernteausfall schmerzt natürlich schon, lässt sich aber aufgrund des ‚Ausnahmejahrs‘ 2015 leichter verkraften“, resümiert Kellermeister Erich Migsich.

Ausgezeichneter Jahrgang

„Wir bewirtschaften rund 18 Hektar und die Qualität der Trauben ist sowohl bei den Weißen als auch den Roten überdurchschnittlich hoch. Somit können wir wieder einen ausgezeichneten Jahrgang abliefern“, so Migsich, der einschränkt, nur durch Zukauf den Markt auch wirklich zur Gänze abdecken zu können.

„War ein schwieriges Jahr“

„Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen“, so bezeichnet Herbert Lassl vom gleichnamigen Weingut in Sigleß das Winzerjahr 2016. Manche Lagen wurden von einer „Kältewalze“ beinahe zur Gänze vernichten, andere komplett verschont. „Insgesamt haban wir einen Ernteausfall von rund 45 Prozent zu beklagen“, so Lassl, der von einem schwierigen Jahr, jedoch einer guten Qualität der Weine spricht.

60 Prozent vernichtet

„Der Frost hat zwar rund 60 Prozent unserer Weinkulturen vernichtet, jedoch sind wir zum Glück vom Hagel verschont geblieben und der Spätsommer hat für eine hervorragende Qualität der Trauben gesorgt“, berichtet Anton Pribibauer aus Neudörfl, der glaubt, dass es mit der Weinmenge des heurigen Jahres knapp werden könnte.
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Wilhelm Pavicsits aus Mattersburg | 24.11.2016 | 17:01   Melden
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