23.10.2017, 10:22 Uhr

Unsere Familienbetriebe: Eisenwarenhandlung Pingitzer in Mattersburg

Andreas und Karin Pingitzer, die seit mehr als 40 Jahren im Betrieb arbeitet, setzen weiter auf persönliche Kundenbetreuung.

Andreas Pingitzer führt sein Eisenwarengeschäft in Mattersburg in bereits dritter Generation.

MATTERSBURG. Betritt man das Geschäftslokal von Andreas Pingitzer in der Michael Koch Straße in Mattersburg, fühlt man sich wie auf einer Zeitreise in die Vergangenheit. Die ehemalige Eisenwarenhandlung „erstrahlt“ nach wie vor im Glanz der 70er Jahre.

„Chaos“ mit System

Was auf den ersten Blick „chaotisch“ wirkt, hat, wie Firmenchef Andreas Pingitzer betont, System. Und vor allem, hier findet man das, was man woanders schon lange nicht mehr bekommt.

Opa war Organisationstalent

Begonnen hat alles im Jahr 1958, als Matthias Pingitzer mit tatkräftiger Unterstützung seiner Gattin Gisela das Unternehmen in einem kleinen Geschäftslokal gründete. „Es war damals eine Mischung aus Eisenhandel und Bank, da mein Großvater seinen Kunden gerne auch einmal Waren auf ‚Kredit‘ mitgab“, weiß Enkel Andreas aus Erzählungen, der seinem Großvater unglaubliches Organisationstalent bescheinigt.

„Der Pingitzer hat alles“

Kundensager wie „Der Pingitzer hat einfach alles“, oder „Zum Pingitzer gehst nackt rein und mit einem Hubschrauber kommst raus“ begleiten das Familienunternehmen mittlerweile seit Jahrzehnten, wie Andreas, Bruder Patrick und Mutter Karin Pingitzer mit einem breiten Lächeln auf den Lippen stolz betonen.

Übernahme durch Sohn

1976 trat der Sohn des Firmengründers Norbert Pingitzer ins elterliche Unternehmen ein. Gemeinsam mit seiner, mittlerweile Ex-Gattin Karin übernahm er die Eisenwarenhandlung 1982. Vater Matthias war dennoch aus dem Geschäftslokal nicht wegzudenken.

„Vater lag goldrichtig“

„Wir waren uns über die Geschäftsführung nicht immer ganz einig. Aus heutiger Sicht muss ich jedoch sagen, dass er in manchen Punkten goldrichtig lag, als er z.B. gegen meinen Wunsch zu modernisieren war“, erinnert sich Norbert Pingitzer zurück.

Persönliche Beratung wichtig

„Mittlerweile gibt es sehr viele unpersönliche Baumärkte, während Fachgeschäfte wie wir es sind aussterben“, bestätigt Andreas den Weg seines Opas. „Gerade die persönliche Berartung schätzen unsere Kunden seit Jahrzehnte“, ergänzt Karin Pingitzer.

Mutter als „Mädchen für alles“

Seit 2012 führt Andreas Pingitzer den Betrieb, in dem er sich seit Kindesbeinen an schon zurechtfand. Unterstützung bekommt er von Mutter Karin, die sich um die Buchhaltung kümmert, aber laut eigenen Aussagen eher „Mädchen für alles ist“ und Bruder Patrick.

Umfangreiches Angebot

In den Jahrzehnten hat sich auch das Geschäftsfeld der Pingitzer verändert. „Wir stehen für individuelle Kundenberatung zur genauen Bedarfsermittlung, Verkauf von qualitativ hochwertigen Geräten in allen Bereichen, Reparaturen von Maschinen und Geräten im Haus und Gartenbereich, Anfertigung von Schlüsselkopien, Schärfdienst für Motorsägeketten, Messern und Kreissägeblättern, u.v.m.“, erklärt Andreas das heutige Aufgabengebiet.

„Sie waren Sturschädeln“

Das die generationenübergreifende Zusammenarbeit manchmal auch ihre Schattenseiten weiß Karin Pingitzer, die sowohl mit dem Ex-Schwiegervater Matthias, Ex-Gatten Norbert und den Söhnen Andreas und Patrick zusammen arbeitete: „Da alle drei leichte Sturschädeln waren gab es schon die eine oder andere Streiterei, aber über all die Jahre gesehen funktionierte es ganz gut.“
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