Klimaschutz im 12. Bezirk
Grüne fordern Beitritt Meidlings zum Klimabündnis

Maria, Matthias und Victoria samt Baby (v.l.) treten im Grätzel rund um die Niederhofstraße für Klimaschutz durch Begrünung ein.
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  • Maria, Matthias und Victoria samt Baby (v.l.) treten im Grätzel rund um die Niederhofstraße für Klimaschutz durch Begrünung ein.
  • Foto: Grüne Meidling
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Die Meidlinger Grünen fordern den Beitritt des Bezirks zum Klimabündnis.

MEIDLING. "Wir wollten die Fridays-for-Future-Proteste bei uns in Meidling umsetzen. Darum haben wir in der Bezirksvertretung eine Resolution eingebracht, dass der 12. Bezirk zum 12. Klimabündnis-Mitglied in Wien werden soll", erzählt Tanja Grossauer-Ristl, Obfrau der Meidlinger Grünen. Die Mehrheit der Bezirksvertretung stimmte dieser Resolution auch zu – dagegen waren die FPÖ und Pro Hetzendorf.

Das Klimabündnis ist eine Initiative, um die österreichischen Gemeinden im Kampf gegen den Klimawandel zu unterstützen. "Es soll ein tragfähiges Bündnis zwischen allen Akteuren in Politik und Gesellschaft schaffen", so Tanja Grossauer-Ristl, Obfrau der Meidlinger Grünen.
Bereits im Vorfeld wurde man aktiv: "Auf unsere Initiative hin wurde die Arbeitsgruppe 'Mehr Bäume für Meidling' gegründet", so Grossauer-Ristl. Die Vorsitzende der Arbeitsgruppe ist Andrea Katz (SPÖ): "Wir versuchen Orte zu finden, wo man zusätzliche Bäume pflanzen kann." Grossauer-Ristl freut sich: "Das ist ein wichtiger Schritt für den lokalen Klimaschutz."

100 neue Bäume

Erste Erfolge gibt es bereits: Auf der neu gestalteten Meidlinger Hauptstraße stehen rund 100 Bäume mehr. Es gibt aber noch einige Grätzel im Bezirk, in denen Bäume fehlen – die Arbeitsgruppe will auch dort aufforsten. "Wir wollen CO₂ binden und Meidlings Straßen kühlen. Dafür haben wir eine Liste von mehr als 40 Orten im Bezirk erstellt, an denen Bäume zwar vorgesehen, aber nicht gepflanzt sind", ärgert sich die grüne Klubobfrau. "Außerdem verschwanden viele Grünpflanzen, stattdessen wurde Schotter gestreut." Die Bewohner seien bisher nicht genügend in die Auswahl möglicher Standorte eingebunden.

Bewohner wollen Begrünung

Maria, Matthias und Victoria wohnen im Grätzel Niederhofstraße. "Wir wollen vom Bezirk Unterstützung bei der nachhaltigen Begrünung des öffentlichen Raumes", so Maria.
"Jeder neue Baum ist ein wichtiger Beitrag für den CO₂-Haushalt und jede begrünte Fläche oder Fassade wirkt gegen den Hitzestau in der Stadt", sagt Matthias. "Vor der Kirche am Migazziplatz könnte man Urban Gardening betreiben", bringt Victoria als Vorschlag. Was das alles mit dem Klimabündnis zu tun hat? "Wäre Meidling ein Klimabündnisbezirk, könnten wir die Erfolgsmodelle auf den ganzen Bezirk ausweiten", so Grossauer-Ristl.

Was sagt die Politik zum Klimaschutz?

Was sagt Bezirkschef Wilfried Zankl (SPÖ) dazu? „Ich begrüße jede Initiative zum Klimaschutz für den Bezirk! Wir setzen schon jetzt wichtige Maßnahmen zum Klimaschutz um, zum Beispiel durch laufende Neubegrünung und Baumpflanzungen."
Ursula Gressenbauer (Neos): "Wir brauchen mutigere Regelungen der Stadt, damit wir auch in den Bezirken die notwendigen Maßnahmen durchsetzen können."
Franz Haas (FPÖ): "Uns wundert, dass der Bezirk dem Klimabündnis beitreten will, aber soeben Sitzgelegenheiten aus Tropenholz auf der Meidlinger Hauptstraße installiert wurden."

Autor:

Mathias Kautzky aus Hietzing

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