Integrationsprojekt einmal anders - zugunsten in Not geratener Österreicher

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Dynamisches Integrationsprojekt des Künstlers „Hero“ mit Wiener Volksschulklasse endet (vorerst) in Nobelhotel.
Bei sensationellem Eröffnungsevent wird - LIVE - wertvolles Kunstwerk zugunsten der Organisation „Hilfe im Eigenen Land“ geschaffen.

Ausstellung „Little Heroes“ bis 3. Juni 2015,
durchgehend von 0-24 Uhr
(nähere Infos: www.hero.ac) im
Hotel Courtyard by Marriott Wien Schönbrunn,
Schönbrunner Schlossstraße 38-40, 1120 Wien

Christine Gruber, Klassenlehrerin der Klasse 3A, der Wiener Volksschule “Jean Pictet” Bischoffgasse 10, 1120 Wien, wandte sich an den bekannten Niederösterreichischen Aktionskünstler, zugleich Dipl. Lebens-/ Sozialberater, Ronald „Hero“ Heberling, der schon mit vielen seiner Kunstevents Aufmerksamkeit erregt hat, um mit der Klasse ein ganzjähriges Integrations-Kunstprojekt durchzuführen.

„Hero“ (sein Künstlername ist eine Kombination der jeweils beiden Buchstaben seines Zu- und Vornamens) stellte die Bedingung: „Wenn wir das machen, dann wie eine professionelle Künstlergruppe „von A-Z“, also von der Vorbesprechung, über das Sammeln der Objekte, weiterführend mit der Fertigstellung bis hin zur professionellen Vernissage und Ausstellung in einem noblen Hotel – mit allem Drum und Dran!“ Schon ging´s los:

Die Vorbereitungen

Dies begann mit einer gemütlichen Vorbesprechung im Klassenzimmer – das gegenseitige “Beschnuppern” - und der Künstler erklärte den Kindern die von ihm erfundene Kunststilrichtung „infizierte Erdkunst“ (Copyright Ronald Heberling - nachzulesen unter www.hero.ac).

Dann erging die Einladung an die Kinder, zunächst - als erste Übung - ihr eigenes Zimmer und Zuhause nach scheinbar wertlosen kleinen Gegenständen zu durchforsten.

Kurze Zeit später wurden (auch unter der Teilnahme engagierter Eltern) bei einem Ausflug der Klasse weitere Fundstücke (natürlich mit entsprechenden Schutzvorrichtungen) vom Wegesrand und den umliegenden Feldern aufgelesen. Die Fundstücke wurden gesichtet, besprochen, bewertet, gut gereinigt und getrocknet. Dabei waren nicht nur die Kinder erstaunt, wieviel Ackerland es in der Bundeshauptstadt Wien gibt und was da alles im Erdreich zu finden gibt. Damit haben die Kinder ein gesteigertes Bewusstsein für den Reichtum der Natur der Bundeshauptstadt sowie ein gesundes G´spür für aufmerksames Entdecken, Erkennen und Sammeln erhalten.

Die Durchführung

Beim Erstellen der Kunstwerke arbeitete jedes Kind (nach der von „Hero“ angegebenen Methode) die gefundenen Gegenstände in die Künstlermischung von Acrylfarbe, Sand und Acrylflocken in sein Kunstwerk ein und so entstanden bunte und interessante Assemblagen – jedes davon ein Unikat. Bei der Gestaltung der Werke ging es vorerst um nonverbale Kommunikation. Nach der Erstellung wurde eine aktive und rege Kommunikation mit den Kindern über den Inhalt ihrer Werke geführt.

Nach dem Trocknen wurden die Kunstwerke – wie es Künstler zum Schutz des Werkes eben tun - mit einer UV beständigen Firnis versehen und die „Vernissage“ (Ausstellungseröffnung) geplant. Und zu guter Letzt waren die Kinder in aufgeregter Erwartung, ihre Werke in einem noblen Hotel präsentiert und von vielen ausländischen Gästen bestaunt zu wissen.

Die Vernissage / Ausstellungseröffnung

Denn niemand geringerer, als Direktor Peter Sterlinger vom Nobelhotel Courtyard by Marriott Schönbrunn Wien, Wien 12, Schönbrunner Schlossstraße 38 – 40 stellte sein Foyer, seine Bar und sein Restaurant zur Verfügung, um die Werke der jungen Künstler dort zu präsentieren.

Bei der Ausstellungseröffnung im nagelneuen und für jedermann offenen Gastgarten des Hotels gab es für die Kinder und Eltern sowie für alle anderen Gäste der Ausstellung ein Buffet mit Würstchen, Fruchtsäfte und zusätzlich Prosecco für die Eltern der Kinder.

Jedes einzelne der Kinder wurde von „Hero“ eigens vorgestellt und erhielt von den aufgeregten Zusehern viel Applaus. Es war ein gelungenes Fest.

Die Sensation

Der absolute Highlight des Abends war aber, dass der Künstler „Hero“ gemeinsam mit den Kindern vor allen Gästen und vor laufenden Kameras ein gemeinsames Kunstwerk in Herzform geschaffen hat, das leicht einen würdigen Platz in einem internationalen Museum für Moderne Kunst finden könnte.

Die vielen Zuseher waren sichtlich begeistert und drückten ihr Erstaunen aus, dass sie nicht damit rechneten, dass Kunst und Integration so dynamisch und lebendig sein - aber vor allem so viel Spaß machen - kann.

Zuletzt machten sogar Geschwister der Kinder, Hotelgäste und auch der Direktor selbst bei der gemeinsamen Kunstaktion mit.

Und – was dem Auge des Betrachters zunächst beim Ansehen des fertigen Kunstwerkes verborgen bleibt: Das Kunstwerk birgt noch ein Geheimnis in sich.

Denn jedes der Kinder, aber auch die Klassenlehrerin und der Künstler „Hero“ haben für die Notleidenden, zu deren Gunsten das Kunstwerk geschaffen wurde, ihre persönlichen Wünsche in Kapseln hinterlegt, die nun verschlossen im Kunstwerk tief eingebettet sind. „Hero“ hat hier mit den Kindern der 3A also ein Kunstwerk mit vielen guten Wünschen und positiven Ressourcen zugunsten „Hilfe im Eigenen Land“ geschaffen.

Das Kunstwerk „Herz für die Bedürftigen“ zugunsten „Hilfe im Eigenen Land“

Das so entstandene wertvolle Gemeinschaftskunstwerk des Künstlers „Hero“ mit der Integrations – Volksschulklasse 3A, Wien 12, Bischoffgasse, „Jean Pictet“ mit dem klingenden Namen „HEART FOR THE NEEDY“ („HERZ FÜR DIE BEDÜRFTIGEN“) wurde zugunsten der Organisation „Hilfe im Eigenen Land“ geschaffen, die unverschuldet in Lebenskrisen geratene Familien und Menschen im Falle von Katastrophen tatkräftig unterstützt.

So haben diese Volksschulkinder, die nicht nur aus Österreich stammen, sondern eine Mehrzahl der Kinder ihren familiären Hintergrund in einem anderen Land haben und auch aus unterschiedlichsten religiösen Glaubenshintergründen stammen, mit diesem gemeinsamen Werk einen wichtigen Beitrag zur Österreichischen Gesellschaft geleistet.

Es war schön zu sehen, dass alle Eltern der Kinder sich Zeit nehmen konnten, um der Veranstaltung beizuwohnen und so ihren Kindern ihre Wertschätzung zu zeigen. Es blieb bei allem aber auch noch viel Zeit für Spiel und Spaß … und für Wettläufe.

Hoteldirektor Peter Sterlinger lud die Kinder und deren Eltern nach getaner "Arbeit" zu einem reichhaltigen Buffet mit kleinen Leckerbissen ein und man kann wahrhaft sagen, dass das Courtyard by Marriott Wien Schönbrunn gezeigt hat, dass es nicht nur ein Herz für internationale Gäste hat, sondern auch für Volksschulkinder und deren Eltern, die zum Großteil erstmals "Hotelluft" schnuppern durften - ein ungewöhnliches Entgegenkommen, das nicht selbstverständlich ist. Hoteldirektor Peter Sterlinger ließ es sich dabei nicht nehmen, die Kinder persönlich zu bedienen. Ein Vorbild für Wiener Gastfreundschaft in der gehobenen Hotellerie!

Alles in Allem ein gelungener Abend bei perfekter Witterung.

Unzählige Gäste bewunderten prompt die wunderschönen Kunstwerke der Kinder. Die Werke hatten es besonders den asiatischen Gästen angetan, die sofort ihre Kameras zückten.

Und Ronald Heberling hat prompt im Rahmen der Ausstellung das nächste Angebot zu der Durchführung eines Integrationsprojektes mit Kunst erhalten.

Ronald Heberling zu seinen persönlichen Motiven:

„Ich bin selbst als 12 Jähriger - ohne Deutsch sprechen zu können – von Nord Amerika nach Österreich gekommen. Mein Vater musste darum kämpfen, dass ich nicht in die Sonderschule abgeschoben werde und sogar mein Englisch Professor gab mir bestenfalls die Note „3“ – obwohl meine Muttersprache Englisch war und ich auf allen schriftlichen Prüfungen eine „1“ oder „2“ geschrieben hatte, weil er erwartete, dass ich „British English“ rede und mein „American English“ nicht akzeptierte. Doch – zum Glück – war ich immer ein sehr aufgeweckter Junge, wissbegierig, und wollte immer überall „DABEI SEIN“.

Dadurch habe ich damals in kürzester Zeit die Deutsche Sprache erlernt und habe letztendlich nicht nur die Matura geschafft sondern auch weiterführende Ausbildungen.

Während meiner eigenen Schulzeit und auch im Beobachten von Klassengemeinschaften habe ich die Erfahrung gemacht, dass Kinder oft – auch wenn sie schon in zweiter oder dritter Generation in Österreich wohnen – manchmal damit zu schaffen haben, die sprachlichen Barrieren zu meistern und Akzeptanz zu finden und ihnen zeitweise im Alltag das Gefühl vermittelt wird, sie wären zweitklassig - obwohl sie versuchen, sich positiv und aufgeschlossen in der Gemeinschaft einzubringen. Das hat aber auch manchmal nicht nur etwas mit der Herkunft oder der Religion zu tun. Oft geschieht Mobbing auch untereinander und wenn jemand einen Grund zur Herabwürdigung oder zur Ausgrenzung eines anderen Menschen sucht, dann ist sehr rasch – auch wenn diese nur künstlich konstruiert ist - eine „Begründung“ gefunden. Man muss schon auch seinen Beitrag dazu leisten, Anerkennung zu finden. Und selbst wenn man manchmal wie „Müll“ behandelt wird, muss das nicht das „Ende der Fahnenstange“ sein.
Deshalb entwickelte ich die Kunstrichtung „infizierte Erdkunst“ (copyright Ronald Heberling), bei der ich vermeintlich wertlose Gegenstände in wertvolle Kunstwerke integriere, die so schön sind, dass diese in Schlössern, Galerien und Luxushotels präsentiert werden.

Dies verleiht ein gesteigertes Gefühl des Selbstbewusstseins und man lernt, mit Kreativität „Wertvolles aus dem Nichts“ zu schaffen. Das war oft meine „Überlebensstrategie“, als es mir manchmal schon sehr schlecht ging. Eine wunderbare Strategie - nur so zum Spaß, aber auch als Ausgleich für Menschen, die allen Formen des Mobbings ausgesetzt sind. Durch das Schaffen des gemeinsamen Werkes – wie wir es hier getan haben - spürt man sofort, wie das Gemeinschaftsgefühl eine solide Steigerung erfährt - über Herkunft oder Religionsbekenntnis hinweg!
Demnächst werde ich ein Kunstwerk gemeinsam mit den Bewohnern einer gesamten Deutschen Stadt gestalten – wieder zugunsten eines karitativen Zwecks. Mehr dazu aber später.“

Wir dürfen gespannt sein, was sich dieser Künstler noch alles einfallen lässt.
Michael Kovacs

Wo: meidling, Wien auf Karte anzeigen
Autor:

Michael Kovacs aus Meidling

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