Iris Kopera: Außergewöhnliche Kunstwerke aus Meidling

Das Portait von Iris Kopera hat der Künstler Andreas Pasqualini gemalt. Im Austausch gegen ein Bild, das Iris von ihm gemalt hat.
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  • Das Portait von Iris Kopera hat der Künstler Andreas Pasqualini gemalt. Im Austausch gegen ein Bild, das Iris von ihm gemalt hat.
  • hochgeladen von Sabine Ivankovits

MEIDLING. Iris Kopera braucht Unterstützung, um ein eigenständiges Leben zu führen. Dennoch begeistert sie mit ihrer Malerei jede Menge Menschen und kann auf ein bewegtes Leben blicken. Neben ihrem Engagement in einer Band war sie bereits Teil des Special-Olympics-Nationalteams im Volleyball.

Durch die Unterstützung des Vereins "Balance – Leben ohne Barrieren", verkauft sie nun eine ganze Menge ihrer eigenen Werke. Dass sie nun überhaupt Porträtmalerin ist, kommt eher überraschend. Als Kind konnte sie sich nämlich so gar nicht für die Malerei begeistern. Damals bestritt sie ihre ersten malerischen Gehversuche bei einem Kunstkurs in der Toskana. Der Kunstlehrer habe allerdings dazu geneigt, wenig Mitleid zu zeigen, wenn etwas mal nicht so klappte, fing schnell an mit den Teilnehmern zu schimpfen. Als er dann auch Kopera drohte, war die Kunst für sie erst einmal gestorben. "Da wollte ich nichts mehr zu tun haben damit", sagt die 39-Jährige. Fürs Erste.

Zwei Tage Kreativität pro Woche

Irgendwann hat sie es sich dann doch anders überlegt. "Ich habe hier in der Tagestruktur bei 'Balance' gearbeitet. Da habe ich Kreiden eingeschlichtet. Das war sehr fad, ich habe schon angefangen mit den Kreiden zu reden", lacht sie. Irgendwie sei dann der Anreiz gekommen, es doch noch einmal zu versuchen mit dem Künstlerinnendasein. Erst probierte sie sich an der abstrakten Kunst, jedoch mit wenig Erfolg. "Aber dann habe ich zwei Affen gemalt …", so Kopera. Von da an wurden auch andere auf ihre Werke aufmerksam.

Seit 2004 arbeitet sie nun in den zwei "bild.Balance"-Ateliers ihrer Organisation am Fuchsenfeld. Auch an zahlreichen Ausstellungen habe sie schon teilgenommen. "Einmal habe ich von 30 Bildern 25 verkauft und dafür 1.500 Euro bekommen. Von dem Geld habe ich mir dann ein iPad gekauft", sagt sie stolz. Auch auf eine eigene Anhängerschaft kann sie bereits blicken. "Ich habe einen Sammler, der kauft immer wieder Bilder von mir", so Kopera. Zwei Tage in der Woche malt sie an ihren Bildern. Drei Tage arbeitet sie in einem Selbstvertretungszentrum, welches sich für die Eigenständigkeit von Menschen mit Lernschwierigkeiten einsetzt.

Kunst im Vordergrund

Christoph Speich ist künstlerischer Koordinator bei "bild.Balance". Er selbst zählt wohl zu den größten Fans der Künstlergruppe: "Sie malen so tolle Bilder, keines gleicht dem anderen. Alle haben ihren eigenen Stil und sind unverwechselbar. Bei uns steht die Kunst im Vordergrund, nicht die Behinderung."

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