Langer Weg fürs Vinzi-Dorf

Die Pläne für die Unterkunft von 24 Obdachlosen zeigen Projektleiterin Christine Winner und Regine Gaber (l.).
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  • Die Pläne für die Unterkunft von 24 Obdachlosen zeigen Projektleiterin Christine Winner und Regine Gaber (l.).
  • hochgeladen von Karl Pufler

MEIDLING. Pfarrer Wolfgang Pucher startete vor 14 Jahren seine Pläne fürs Wiener VinziDorf. Nach anfänglichen Widerständen bekam er im März 2016 grünes Licht für sein Hilfswerk in Hetzendorf.

So sollen in der Boërgasse Wohnmodule für 24 obdachlose Menschen errichtet werden. Das VinziDorf entsteht im Garten des Lazaristenklosters. Alkoholkranke Männer, die sonst nirgends genommen werden und auf Straßen, unter Brücken oder auf öffentlichen Toiletten schlafen müssen, sollen hier eine Unterkunft finden.
"So finden diese Menschen in keiner anderen Hilfeeinrichtung einen Unterschlupf", sagt Pucher.

Renovierung am Bestand

Bis vor dem Kälteeinbruch arbeiteten die Ehrenamtlichen an der Renovierung des Bestandsgebäudes. In dem Bau werden neben den jetzt schon bestehenden acht Wohneinheiten auch Büros, Aufenthaltsräume und ein Lager entstehen.

Sobald das Wetter es zulässt, sollen die Arbeiten weiter gehen. Voraussetzung für den Baustart abseits der Renovierungs- und Bestandsarbeiten ist natürlich, dass genügend Geld vorhanden ist, denn das VinziDorf Wien wird durchgehend durch Spenden finanziert.

"Noch fehlt uns Geld, um das ganze Projekt zu finanzieren", so Projektleiterin Christine Winner. So kann es nur Schritt um Schritt vorangehen.

"Wir sind auf der Suche nach günstigen Baumeistern und Zimmerern", so Winner. Auch für die Elektro- und Sanitärarbeiten sind günstige Angebote gefragt.

Waschbecken als Spende

Auch Sachspenden wünscht sich Winner. Angedacht sind zurzeit Teile für die Wohnmodule wie Waschbecken oder Duschen. So könnten auch die Errichtungskosten niedrig gehalten werden.

"Im Grunde ist jede Spende gerne gesehen", so die Projektleiterin. Auch ein Professionist, der seine Arbeitszeit kostenlos zur Verfügung stellt, würde dem Vorhaben einen sehr guten Dienst leisten.

Tolles Teamwork

"Wir haben schon jetzt ein tolles Team, das ehrenamtlich arbeitet", sagt Winner. So zeigt sich die Projektleiterin zuversichtlich, dass schon im Frühjahr mit dem Bau begonnen werden kann. "Großes Ziel ist, dass die Obdachlosen vor dem Winter 2017/2018 einziehen können", so die Projektleiterin Christine Winner.

Zur Sache

Das VinziDorf Wien wird für alkoholkranke und psychisch kranke Obdachlose errichtet.
Der Bau des Wiener VinziDorfes finanziert sich hauptsächlich durch Spenden und durch ehrenamtliche Tätigkeiten – auch durch kostenlose Professionisten. Wer helfen möchte, kann sich bei der Projektleiterin Christine Winner unter der Telefonnummer 0676/87 42 31 22 melden.
Spenden gehen an Vinzi-Dorf Wien, IBAN: AT71 2011 1288 4708 7100, BIC: GIBAATWWXXX.

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