Neue Marktordnung: Das sagen die Standler am Meidlinger Markt

Mark Ruiz Hellin (l.) und Marc Schweiger am Meidlinger Markt. Über die neue Verordnung wird zurzeit viel diskutiert.
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MEIDLING. Es hat geknarrt und geknirscht in der Marktordnung – die vielen unterschiedlichen Verordnungen und Auflagen sorgten bei Standlern und Marktgastronomen in den letzten Jahren immer wieder für Verwirrung und Unmut. Eine Überarbeitung soll nun Vereinfachung schaffen. Die neue Marktordnung wird in den kommenden acht Wochen begutachtet und soll dann mit 1. Oktober in Kraft treten.

Zu den wichtigsten Punkten zählen etwa die neuen Öffnungszeiten. So sollen die Stände verpflichtet werden, künftig Montag bis Freitag von 15 bis 18 Uhr und Samstag von 8 bis 12 Uhr offen zu haben. Ausnahmen sind Krankenstand und Urlaub. Wer Lebensmittel anbietet, darf künftig werktags bis 21 Uhr und samstags bis 18 Uhr seine Kunden betreuen.

Tierschutz und Rauchverbot

Der Lebensmittelhandel darf wie bisher auch weiterhin auf bis zu acht Sitzplätzen servieren. Gastrobetriebe dürfen sogar Montag bis Samstag bis spätestens 23 Uhr geöffnet haben. In diesem Fall kann der Bezirk aber eine frühere Sperrstunde verordnen.

Auch für den Tierschutz wird vermehrt gesorgt. So ist ein Verkaufsverbot für Käfig-Eier und Tierpelze geplant. In den Innenräumen der Marktstände soll ab 1. Oktober 2018 ein Rauchverbot gelten.

Meidlings Vorsteherin ist begeistert

Bezirksvorsteherin Gabriele Votava zeigt sich begeistert. Besonders freut sie, dass die Bezirke von Beginn an miteinbezogen waren. "Die neue Marktordnung ist die Antwort auf die heutigen Lebensgewohnheiten", meint sie etwa unter anderem mit Blick auf die fixen Öffnungszeiten. So können die Kunden sicher sein, wann wer am Markt offen hält.

Stimmen der Standler

Anders sieht dies etwa Standler Marc Schweiger, der mit dem Entwurf unzufrieden ist. So käme man auf sechs Arbeitstage mit insgesamt bis zu 100 Wochenstunden. Und um einen Mitarbeiter zu finanzieren, müsse man rund 100 bis 150 Euro pro Arbeitsstunde des Angestellten umsetzen.

Marc Ruiz Hellin freut sich, einige Vorschläge der Meidlinger Marktstandler in der neuen Ordnung wiederzufinden, etwa, dass der Bezirk mehr entscheiden könne. Die Sprecherin der Standler, Anna Putz, hofft auf einige Verbesserungen, die in den Wochen der Begutachtung gemacht werden könnten.

Mark Ruiz Hellin (l.) und Marc Schweiger am Meidlinger Markt. Über die neue Verordnung wird zurzeit viel diskutiert.
Der Viktor Adler Markt.
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